Krankenhaushygiene Modul I - Hygienebeauftragter Arzt

Seminar

In Marburg

750 € MwSt.-frei

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Beschreibung

  • Kursart

    Seminar

  • Niveau

    Anfänger

  • Ort

    Marburg

  • Unterrichtsstunden

    40h

  • Dauer

    5 Tage

  • Beginn

    März

Heute mehr denn je ist das Thema Hygiene in den Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Öffentlichkeit präsent. Entsprechend werden die Anforderungen an das Hygienemanagement immer komplexer. Diesen Anforderderungen kann nur in einem multiprofessionellen Ansatz und einer engen Verzahnung zwischen hauptberuflich im Hygieneteam tätigen und den Fachleuten vor Ort Rechnung getragen werden. Dieser Kurs soll Ihnen einen Überblick über die vielfältigen Aufgaben der Hygiene in Einrichtungen des Gesundheitssystems geben und Sie befähigen, die Aufgaben eines hygienebeauftragten Arztes zukünftig wahrzunehmen. Dabei steht die Praxisorientierung im Vordergrund, denn gute Hygiene zeichnet sich nicht durch die Abarbeitung rechtlicher Anforderungen aus, sondern vielmehr durch gelebtes Handeln. Darum ist eine zentrale Aufgabe der Hygiene die Übersetzung rechtsverbindlicher Richt- und Leitlinien in die betriebliche Wirklichkeit. Diesem Ansatz werden wir und unsere Dozenten im weiteren Kursverlauf folgen, so dass Sie an einer Reihe von Beispielen entsprechende Umsetzungsmöglichkeiten kennen lernen werden.

Standorte und Zeitplan

Lage

Beginn

Marburg (Hessen)
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Beginn

MärzAnmeldung möglich

Hinweise zu diesem Kurs

Dieser Kurs soll Ihnen einen Überblick über die vielfältigen Aufgaben der Hygiene in Einrichtungen des Gesundheitswesens geben und Sie befähigen, die Aufgaben eines hygienebeauftragten Arztes zukünftig wahrzunehmen.

Dieser Kurs richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, die vor dem Hintergrund der hohen gesundheitlichen Bedeutung nosokomialer Infektionen, theoretische und praktische Kenntnisse zu deren Prävention erwerben wollen. Dieser Kurs muss absolviert werden, um die weiteren Module der Krankenhaushygiene wahrnehmen zu dürfen.

keine

Die Akademie der Landesärztekammer Hessen kann eine langjährige Erfahrung im Ausrichten von Fortbildungen für Ärzte nachweisen. Außerdem arbeiten wir mit hochrangigen Referenten zusammen.

Sie werden von der zuständigen Sachbearbeiterin kontaktiert, die Ihnen die Formulare zur verbindlichen Anmeldung sowie das Programm und weitere organisatorische Informationen zukommen lässt.

Fragen & Antworten

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Themen

  • Hygiene
  • Organisation
  • Krankenhaushygiene
  • Organisation der Hygiene
  • Meldewesen
  • Rechtsgrundlagen der Hygiene
  • Grundlagen der Virologie
  • Grundlagen der Desinfektion
  • RKI Richtlinien
  • Begehung ZSVA
  • Wasserver- und entsorgung
  • Surveillance
  • Krankenhaushygiene
  • Surveillance

Dozenten

PD Dr. med. habil. B. Jahn-Mühl

PD Dr. med. habil. B. Jahn-Mühl

Krankenhaushygiene

Prof. Dr. med. Th. Eikmann

Prof. Dr. med. Th. Eikmann

Gießen

Hygiene Umweltmedizin Öffentliches Gesundheitswesen

Prof. Dr. med. V. Kempf

Prof. Dr. med. V. Kempf

Mikrobio.-Infektiologie; Krankenhaushygiene

Inhalte

Inhalte (Änderungen vorbehalten):

Montag:
Überblick über die rechtlichen Grundlagen
- IFSG
- Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes
- BioStoffVO
- TRBA 250
- Hygieneplan
- SGB
- Hygienerichtlinien der Länder

Organisation des Hygienemanagements
- Aufbau der Hygienekommission
- Mitwirkungsbereiche der Hygiene

Lebensmittel und Küchenhygiene

Aufgaben und Verortung des hygienebeauftragten Arztes/der Ärztin
- Nach den Empfehlungen des RKI/der DGKH
- In der innerbetrieblichen Organisation
- In Bezug auf vorgesetzte und Hygienefachkräfte

Zusammenarbeit mit anderen Stellen
- Gesundheitsamt
- Arbeitsschutz
- Einbindung in den Krankenhauseinsatzplan
- Berufsgenossenschaft/Unfallversicherer

Dienstag:
Meldewesen
- Datenschutz
- §§ 6, 7, 8, 9, 10 IfsG
- Einzelfallmeldungen
- Meldung von Ausbrüchen intern wie extern

Virologie
- Übersicht über die Bedeutung bestimmter Viren bei nosokomialen Infektionen und Ausbrüchen (Norovirus!)
- Materialgewinnung für virologische Untersuchungen
- Befundinterpretation

Instrumentenkreislauf
- Lagerung von und Umgang mit Sterilgut (Kriterien Sterilität, Sterilisationsarten, Qualitätskontrollen, Abläufe in der ZSVA)

Gruppe 1: Begehung ZSVA
Gruppe 2: Hygiene in besonderen Bereichen
- Endoskopie
- OP
Wechsel der Gruppen

Mittwoch:
Desinfektion/Sterilisation
- Differenzierung Desinfektion/Sterilisation
- Verfahren
- Stoffe

Händehygiene
- Die Händedesinfektion als wesentliche Maßnahme zur Vermeidung/Verringerung von nosokomialen Infektionen
- Händedesinfektion und Hautschutz
- Die Aktion saubere Hände
- Unterschiedliche Arten der Händedesinfektion

Isolation von Patienten
- Arten der Isolation
- Luftführung in Isolationszimmern/Einheiten
- Bauliche Idealvoraussetzung
- Umsetzung der notwendigen Barrieremaßnahmen

Ausbruchsmanagement
- Fallbeispiel Norovirus (Ausbruch)
- Ablaufplanung des Ausbruchsmanagements lt. "VA Ausbruchsmanagement"
- Festlegung praktischer Hygienemaßnahmen

Antibiotische Thearpie
- Erklärungsmodelle zur Entstehung antibiotikaresistenter Erreger
- Bedeutung einer modernen Antibiotikatherapie
- Modelle/Ansätze einer zielgerichteten antibiotischen Therapie

Mikrobiologie
- Übersicht über häufige Erreger nosokomialer Infektionen
- Materialgewinnung für mikrobiologische Untersuchungen
- Befundinterpretation

Donnerstag:
Entsorgung
- Kliniken als Abfallproduzenten
- Anforderungen des LAGA Merkblattes
- Praktische Beispiele der Umsetzung

Hygieneplan
- Rechtsgrundlagen
- Systematik, Aufbau
- Änderungsmanagement
- der Hygieneplan als Arbeitsmittel

Krankenhaushygienische Begehungen
- Rechtsgrundlagen
- Arten der Begehung (Routine, Anlassbezogen, Prozessbeobachtung etc.)
- Organisation bei Begehungen
- Demonstration von Ergebnissen

Wasserver- und entsorgung
- Wasserarten im Krankenhaus
- Temperaturen
- Bedeutung von Todsträngen
- mögliche humanpathogene Mikroorganismen im Wasser
- Überwachung der Wasserqualität

Raum - Luft - Technische Anlagen
- Aufbau
- Luftströmungen
- Filterstufen
- Besondere Einsatzmöglichkeiten (OP, Isolationszimmer,...)

Medizinprodukte
- MPG
- MedProdBetrVO
- Anforderungen an Medizinprodukte

Multiresistente Erreger
- Arten von MRE
- Häufigkeiten
- Screeningvorgaben
- Aufzeichnungspflichten nach §23 IfsG
- Netzwerke

Surveillance
- Gesetzliche Grundlagen (§23 IfsG)
- Berechnung der unterschiedlichen Datensätze
- Auswahl von Indikator OP und Devices
- Methoden zur Datenerfassung (ggf. Hybase)
- Dateninterpretation
- Diverse KISS-Arten (OP-Kiss, Intensiv-Kiss, RSA-Kiss)

Praktische Konsequenzen der Surveillance; Maßnahmen zur Vermeidung von
- Katheterassoziierten Septikämien
- Harnblasenkatheter assoziierten Harnwegsentzündungen
- Postoperative Wundinfektionen
- Beatmungsassoziierten Pneumonien

Prüfung

Zusätzliche Informationen

Zahlungsinformation: Zahlung per Rechnung
Weitere Angaben: Für weitere Fragen steht Ihnen die zuständige Sachbearbeiterin gern zur Verfügung.
Praktikum: keines
Zulassung: keine
Maximale Teilnehmerzahl: 80

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