Indologie / Südasienkunde

Julius-Maximilians-Universität Würzburg
In Würzburg

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  • Bachelor
  • Würzburg
  • Dauer:
    3 Jahre
Beschreibung

Es ist zu erwarten, dass sich das Einsatzfeld kulturwissenschaftlich ausgebildeter Asienspezialisten mit guten Sprach- und Landeskenntnissen in den nächsten Jahren erheblich erweitern wird. Entsprechend der jeweiligen Fächerkombination und der Zusatzqualifikationen ergeben sich breit gefächerte Arbeitsmöglichkeiten.

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Veranstaltungsort(e)

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Würzburg
Sanderring 2, 97070, Bayern, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

*Allgemeine Hochschulreife *Fachgebundene Hochschulreife

Themenkreis

Ziel des Studiengangs ist die exemplarische Vermittlung von Kenntnissen der wichtigsten Teilgebiete der Indologie / Südasienkunde sowie der Methoden der Indologie / Südasienkunde, also des fachspezifischen Denkens und Arbeitens. Die Studierenden sollen die Fähigkeit erwerben, sich später in der Berufspraxis zügig in die jeweils an sie herangetragenen Aufgabengebiete einzuarbeiten. Insbesondere durch Praktika und Intensivkurse im Lande sowie durch die gezielte Vermittlung interkultureller Kompetenz erschließen sich den Absolventen neue interessante Berufsfelder. Ferner soll das für den Masterstudiengang, der konsekutiv auf dem Bachelorstudiengang aufbaut, erforderliche Grundwissen erarbeitet werden. Das Studium gliedert sich in den Pflichtbereich (60 ECTS-Punkte), den Wahlpflichtbereich (90 ECTS-Punkte) und den Bereich Schlüsselqualifikationen (20 ECTS-Punkte).

Gegenstand der Indologie sind Sprachen, Kulturen und Geschichte des indischen Subkontinents von den ältesten Textzeugen um ca. 1500 v.Chr. bis zur Gegenwart. Die Region – in Größe und Vielfalt Europa vergleichbar – ist die Heimat alter Hochkulturen, verbunden mit den "Weltreligionen" Hinduismus und Buddhismus sowie dem etwa gleich alten Jainismus. Daneben existieren bis heute verschiedene Volks- und Stammeskulturen. Hinzu kommen seit dem 13. Jh. der Islam und seit dem Beginn der europäischen Expansion in Asien (16. Jh.) das Christentum mit ihren je eigenen Vorstellungen vom Menschen und von der Gesellschaft. Nach dem Ende der britischen Kolonialherrschaft 1947 erhielt der Subkontinent seine heutige politische Gliederung. Die Indische Union ist die größte Demokratie der Welt. Als Wirtschaftsmacht mit enormen Wachstumsraten rückt der indische Subkontinent auch politisch und kulturell zunehmend ins Weltinteresse.

Der Weg zum Verständnis der faszinierenden Welt des Subkontinents führt zuallererst über das Erlernen seiner Sprachen. Sie eröffnen den Zugang zur kulturellen Vielfalt des alten und des modernen Indien. Die indischen Sprachen werden in die Sprachstufen Alt-, Mittel- und Neuindisch gegliedert. Die indologische Standard-Ausbildung umspannt einen historischen Zeitraum von über dreitausend Jahren. Sie umfasst zumeist das Altindische (Vedisch und Sanskrit), mittelindische Sprachen wie Pali und verschiedene Prakrit-Dialekte als Quellensprachen des Buddhismus und Jainismus sowie die modernen indischen Literatursprachen, wie zum Beispiel die indo-arischen Sprachen Hindi, Bengali, Marathi und die drawidischen Sprachen Tamil, Telugu, Kannada, Malayalam.

Berufsfelder

Es ist zu erwarten, dass sich das Einsatzfeld kulturwissenschaftlich ausgebildeter Asienspezialisten mit guten Sprach- und Landeskenntnissen in den nächsten Jahren erheblich erweitern wird. Entsprechend der jeweiligen Fächerkombination und der Zusatzqualifikationen ergeben sich breit gefächerte Arbeitsmöglichkeiten.

Primäre Berufsfelder für Indologen/Südasienwissenschaftler sind bislang die wissenschaftliche Tätigkeit an Universitäten, sowie an großen Bibliotheken und Museen mit Orient-Abteilungen oder asiatischen Sammlungen. Möglich ist auch ein Eintritt in den diplomatischen Dienst oder in eine Laufbahn beim Goethe-Institut und anderen international tätigen kulturellen Organisationen. Wissenschaft und Forschung sind auch bei den neuen Studiengängen das wichtigste Einsatzfeld für die besten Absolventen. Absolventen mit sehr guten Sprach- und Landeskenntnissen in Verbindung mit der Fähigkeit zur Vermittlung interkultureller Kompetenz stehen auch universitäre Lektorentätigkeiten offen.

Da unsere Studierenden gleichzeitig fachliche, soziale und kommunikative Kompetenzen erwerben, eröffnen sich daneben neue Berufsfelder, gerade auch für B.A. Absolventen. Dies sind z.B. Tätigkeiten bei einem der zahlreichen in Indien engagierten deutschen Wirtschaftsunternehmen, oder auch in Wirtschaftsorganisationen wie zum Beispiel des Bayrischen Wirtschaftsbüros in Bangalore oder der Deutsch-Indischen Handelskammer. Die neuen Berufsfelder liegen auch im Bereich Kulturmanagement, im interkulturellen Training, bei Hilfsorganisationen und bei Einrichtungen wie der GTZ.

Die Auslandserfahrung in einem asiatischen Land stärkt auch die Eigenverantwortung und die Flexibilität unserer Studierenden, so dass sie in den verschiedensten Berufsfeldern einsetzbar sind.

Studienbeginn zum Wintersemester

Bewerbungsfrist für Wintersemester 15 juli

Zusätzliche Informationen

Preisinformation: Studiengebühren: 500 Euro Semesterbeitrag: 200,02 Euro