Technologie der Kosmetika und Waschmittel

Hochschule Ostwestfalen-Lippe
In Lemgo

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  • Bachelor
  • Lemgo
  • Dauer:
    3 Jahre
Beschreibung

Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten, die eine effiziente und praxisnahe Bearbeitung von Aufgaben der Kosmetikbranche ermöglichen.

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Lemgo
Liebigstraße 87, 32657, Nordrhein-Westfalen, NRW, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

I. Allgemeine Einschreibungsvoraussetzungen - Zeugnis der Fachhochschulreife einer Fachoberschule; - Sonstiges im Land NRW erworbenes Zeugnis der Fachhochschulreife (schulischer und praktischer Teil); - Abitur oder sonstiges Zeugnis, das uneingeschränkt zum Studium an Universitäten in NRW berechtigt; - Abschlusszeugnis einer zweijährigen Berufsfachschule des Berufskollegs und eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein halbjähriges gelenktes Praktikum; ...

Themenkreis

Berufsfeld
Zentrales Ausbildungsziel des Studiengangs ist die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten, die eine effiziente und praxisnahe Bearbeitung von Aufgaben der Kosmetikbranche ermöglichen. Dieses Ausbildungsziel ist im Vorfeld der Gründung der Studienrichtung innerhalb des ehemaligen Studienganges Lebensmitteltechnologie mit der Kosmetikindustrie und dem damit verknüpften Industrieverband, sowie den Berufsverbänden und wissenschaftlichen Vereinigungen der Branche abgestimmt und definiert worden. Die Abstimmung beinhaltete auch eine Abschätzung des zu erwartenden Bedarfs an AbsolventInnen. Das berufliche Einsatzgebiet der AbsolventInnen ist vor allem die Branche der Kosmetikindustrie. Ziel ist es, die AbsolventInnen zu befähigen, Planung, Organisation und Durchführung komplexer Handlungsabläufe bei den Herstellern kosmetischer Mittel und bei deren Rohstoff- und Anlagenlieferanten auszuführen. Hierfür ist eine detaillierte Kenntnis der breit gefächerten Produktpalette und deren Rohstoffe in der Kosmetikindustrie und der damit verbundenen Technologien unbedingte Voraussetzung. In der Berufspraxis sollen somit ingenieurmäßige Führungsaufgaben in Entwicklung, Planung, Produktion, Qualitätsmanagement und Vermarktung der Erzeugnisse und deren Rohstoffe übernommen werden. Die erfolgreiche Lösung planerischer und technischer Fragestellungen in der Wirtschaft erfordert häufig interdisziplinäres und teamorientiertes Arbeiten.

Fachgebiet
Die Technologie der Kosmetika und Waschmittel ist in ihren wissenschaftlichen und technologischen Inhalten als ingenieurwissenschaftliche Anwendung der Kolloidchemie anzusehen.
Da Kosmetika und Waschmittel ihre Wirkung in Grenzflächen ausüben, werden in den theoretischen Aspekten primär die vielfältigen Grenzflächenphänomene bearbeitet. Im Zentrum der ingenieurwissenschaftlichen Anwendungen stehen daher die Nutzung dieser Phänomene für die Entwicklung und Herstellung marktgerechter Consumer-Products.
Besondere Bedeutung hat ferner die Rheologie und deren gezielte Einstellung. In all diesen Teilbereichen ist die chemische Struktur und die damit verbundenen technischen Eigenschaften der in den Rezepturen eingesetzten Stoffe von großer Wichtigkeit.
Selbstverständlich müssen alle Teilaspekte in der Technologie der Kosmetika und Waschmittel mit verfahrenstechnischen Abläufen verknüpft werden, um das eigentliche Ziel, marktgerechte Produkte anzubieten, zu erreichen.

Labore und Technikum
Eine ausgezeichnete apparative Ausstattung der Laboratorien und Technika zur Herstellung und Prüfung von Kosmetika und Waschmittel bildet die Grundlage für ein fundiertes, praxisbezogenes Studium. Die Messeinrichtungen sowie technologischen und analytischen Geräte und Anlagen bieten zudem die Möglichkeit einer konstruktiven Kooperation mit der Industrie.

Studienverlauf, Module und Fächer
Das Studium gliedert sich in das Grundstudium (1. bis 3. Semester) und das Hauptstudium (4. bis 6. Semester).
Die Fächer sind z.T. in Gruppen, sogenannten Modulen zusammengefasst. Die Fächer der Module werden in Prüfungen gemeinsam abgeprüft.
Im 6. Semester wird die zweimonatige Bachelorarbeit angefertigt. Das Studium schließt mit einer mündlichen Prüfung ab.
Die Lehrveranstaltungen während des Studiums sind Vorlesungen, Übungen und Praktika.
Die Lehrveranstaltungen unterteilen sich außerdem in Pflichtfächer und Wahlpflichtfächer.
Bei den Wahlpflichtfächern ist aus vorbestimmten Fächerkatalogen zu wählen. Die Teilnahme an Praktika und Übungen ist z.T. von zuvor erbrachten Studienerfolgen abhängig. Die notwendigen Voraussetzungen werden über Prüfungen nachgewiesen.
Die Fächer sind nach einem Bewertungschema, das den Umfang der Lehrveranstaltung in Semesterwochenstunden und den Arbeitsaufwand der Studierenden beinhaltet, mit Credits versehen. Dies wird gemacht, um bei gegenseitiger Anerkennung von Studienleistungen mit anderen Hochschulen besser vergleichen zu können.

Allgemeines zum Studium
Technologinnen und Technologen des Studiengangs finden in der kosmetischen Industrie ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten vor. Dies ist darauf zurück zuführen, dass die in der Bundesrepublik Deutschland einmalige Ausbildungsrichtung die speziellen Berufsanforderungen kosmetischer Unternehmen berücksichtigt. Aktuellste Veränderungen im gesetzlichen oder technologischen Umfeld fließen unmittelbar in die Lehrinhalte ein.
Die Absolventinnen und Absolventen des Studienganges sind in der Kosmetik- und Waschmittelbranche geschätzte Fachleute. Einer geringen Zahl von Absolventen steht ein hoher Bedarf der kosmetischen Industrie an derartig qualifizierten Mitarbeitern gegenüber. Sie erfüllen meist die Funktion gesuchter Spezialisten, häufig neben promovierten Universitätsabsolventen und nicht hochschulausgebildeten Fachkräften.
Als Einsatzmöglichkeiten sind sowohl Forschung und Entwicklung, Qualitätssicherung, Produktion als auch die Kundenberatung im Bereich der Anwendungstechnik zu nennen.
Die „Technologie der Kosmetika und Waschmittel" ist gemeinsam mit der Studienrichtung „Pharmatechnik" in einem Gebäude einer ehemals produzierenden Bundeswehrapotheke in Detmold untergebracht. Die technischen Voraussetzungen zur Herstellung und Prüfung von Kosmetika wurden somit nochmals verbessert, so dass eine hervorragende Ausgangssituation für ein fundiertes, praxisgerechtes Studium gegeben ist.
Die Studierenden belegen im Hauptstudium die folgenden fachspezifischen Lehrveranstaltungen:

Präparate- und Wirkstoffkunde
Vorstellung aller Arten kosmetischer Mittel, kosmetischer Färbemittel, Lichtfilter, mikrobiologischer, chemischer und physikalischer Konservierungsstoffe sowie spezifischer Wirkstoffe.

Formulierungstechnik
Verwirklichung von technologischen und marktrelevanten Präparatekonzepten, Beurteilung und Nutzung von Wechselwirkungen innerhalb der Rezepturen, Betrachtung kolloidchemischer Einflüsse, Einschränkungen durch das Kosmetikrecht.

Technologie tensidischer Kosmetika
Tensidische und andere einphasige Kosmetika, Rezepturen und deren Begründungen, Wirkungen von Inhaltsstoffen, technologische Voraussetzungen, Herstellungsprozesse.
Erarbeitung von Rezepturkonzeptionen in Gruppenarbeit, Herstellungsvorschriften.
Praktische Versuche zur Herstellung von Kosmetika im Labormaßstab. Nacharbeitung von Rahmenrezepturen, Beurteilung von Eigenschaften, Labormesstechnik.

Technologie lipidhaltiger Kosmetika
Lipidhaltige und andere mehrphasige Kosmetika, Rezepturen und deren Begründungen, Wirkungen von Inhaltsstoffen, technologische Voraussetzungen, Herstellungsprozesse, Stabilisierung mehrphasiger Kosmetika.
Erarbeitung von Rezepturkonzeptionen in Gruppenarbeit, Herstellungsvorschriften. Praktische Versuche zur Herstellung von Kosmetika im Technikumsmaßstab, Versuche zur Rezepturentwicklung und Optimierung, Nacharbeitung von Rahmenrezepturen komplexer Rezepturen, Beurteilung von Eigenschaften, Labormesstechnik, Bildverarbeitung, Rheologie, Hautmessungen.
Die Entwicklung, Herstellung und Prüfung der wichtigsten flüssigen, halbfesten und festen Kosmetika und Reinigungsmittel wie z.B. Shampoo- und Badepräparate, Salben, Cremes, Aerosole und feste Stückseifen sind Ausbildungsinhalt der o.g. Lehrveranstaltungen.
Notwendige Herstellungsmaschinen werden in ihrer Funktion erläutert, Ansätze zur Validierung aufgezeigt. Vorschläge zur Sicherheitsbewertung kosmetischer Produkte werden präsentiert.
Im Praktikum sind u.a. Rahmenrezepturen für marktnahe, kosmetische Produkte eigenständig zu entwickeln. Der Einfluss der Verfahrenstechnik auf Qualität und Erscheinungsbild kosmetischer Rezepturen wird an mehreren Produkttypen untersucht.
Die Inhalte dieser Lehrveranstaltung passen sich den aktuellen Entwicklungen an. So ist im Zuge der 6. Änderungsanzeige der EU-Kosmetikverordnung die Ausbildung auf dem Gebiet der instrumentellen Analytik, wie z.B. High-Performance-Liquid-Chromatographie, Gaschromatographie und Infrarotspektroskopie erweitert worden. Die qualitative und quantitative Bestimmung typischer kosmetischer Wirk- und Hilfsstoffe, wie z.B. Lichtschutzfiltersubstanzen oder Emulgatoren, nimmt in der praktischen Ausbildung breiten Raum ein. Neben klassischen Untersuchungsmethoden wie u.a. die Bestimmung von Fettkennzahlen sind physikalisch-chemische Untersuchungsmethoden wie Differential-Thermo-Analyse oder tensiometrische Methoden in das Praktikum integriert. Kosmetische Formulierungen, wie z.B. Shampoos oder Cremes werden vollständig analysiert. Untersuchungsmethoden zur Verträglichkeitsprüfung oder Methoden zum Wirksamkeitsnachweis werden vorgestellt und im Praktikum selbst durchgeführt.

Einschreibungsvoraussetzungen

I. Allgemeine Einschreibungsvoraussetzungen
- Zeugnis der Fachhochschulreife einer Fachoberschule;
- Sonstiges im Land NRW erworbenes Zeugnis der Fachhochschulreife (schulischer und praktischer Teil);
- Abitur oder sonstiges Zeugnis, das uneingeschränkt zum Studium an Universitäten in NRW berechtigt;
- Abschlusszeugnis einer zweijährigen Berufsfachschule des Berufskollegs und eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein halbjähriges gelenktes Praktikum;
- Im Land NRW erworbener oder anerkannter schulischer Teil der Fachhochschulreife (z. B. der gymnasialen Oberstufe) und eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein einjähriges gelenktes Praktikum;
- Vom Ministerium für Schule und Weiterbildung als Fachhochschulreife NRW (schulischer und praktischer Teil) gleichwertig anerkanntes Zeugnis.
Wichtig: Als gelenktes Praktikum werden nur solche praktischen Tätigkeiten anerkannt, die aufgrund eines Praktikantenvertrags gemäß der Ausbildungsordnung absolviert worden sind und für die eine entsprechende Bescheinigung der zuständigen Stelle (zuständige Kammer oder Bezirksregierung) vorgelegt wird. Für Personen, die keine Fachhochschulreife nachweisen können, bestehen unter Umständen spezielle Zugangsmöglichkeiten über die so genannte Zugangsprüfung.

II. Besondere Einschreibungsvoraussetzungen
Nachweis eines studiengangbezogenen Praktikums. Das Praktikum umfasst 8 Wochen und muss vollständig vor Aufnahme des Studiums absolviert sein.
Das Praktikum kann durch einschlägige Tätigkeiten im Rahmen der Fachoberschulausbildung ersetzt werden. Daneben können auch sonstige einschlägige praktische Tätigkeiten auf das Praktikum angerechnet werden, wenn sie in relevanten Bereichen stattgefunden haben.
Weiterhin wird vorausgesetzt, dass die Fachhochschulreife bzw. die als gleichwertig anerkannte Qualifikation Englischkenntnisse auf mittlerem Niveau umfasst.

Zahlungsmodalitäten und weitere Preisinformationen
Die Studienbeiträge werden direkt bei der Immatrikulation bzw. bei der Rückmeldung entrichtet. Für Studierende, die ein Darlehen der NRW.Bank in Anspruch nehmen, zahlt die NRW.Bank die Studienbeiträge direkt an die Fachhochschule. Dieses Darlehen muss später zurückgezahlt werden.

Studienbeginn
jeweils zum Wintersemester.

Bewerbungszeitraum
- 01.04. - bis 15. 07. eines jeden Jahres,
- falls danach noch Studienplätze frei sind, können Sie sich noch bewerben.

Zusätzliche Informationen

Preisinformation: Die Studienbeiträge werden direkt bei der Immatrikulation bzw. bei der Rückmeldung entrichtet. Für Studierende, die ein Darlehen der NRW.Bank in Anspruch nehmen, zahlt die NRW.Bank die Studienbeiträge direkt an die Fachhochschule. Dieses Darlehen muss später zurückgezahlt werden.

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