Ludwig-Maximilians-Universität München

Ägyptologie

Ludwig-Maximilians-Universität München
In Münster

8001-9000 €
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Wichtige informationen

Tipologie Master
Ort Münster
Beginn nach Wahl
  • Master
  • Münster
  • Beginn:
    nach Wahl
Beschreibung

Tätigkeits- und Berufsfelder
Ein klar definierbares Berufsfeld gibt es für Magister-Absolventen nicht. Denn Sie erwerben mit dem Magisterabschluss in erster Linie eine wissenschaftliche Qualifikation, die – außer für Lehr- und Forschungstätigkeiten an der Universität – meist nicht direkt berufsbezogen ist. Im engeren Bereich Ihres Faches wird es in aller Regel nur wenige Arbeitsstellen geben. Dagegen gibt es ein breites unspezifisches Berufsfeld, für das zwar ein abgeschlossenes Hochschulstudium notwendig, jedoch keine spezielle Fachrichtung vorgeschrieben ist. In vielen Arbeitsfeldern tritt die fachlich-wissenschaftliche Qualifikation in den Hintergrund gegenüber so genannten Schlüsselqualifikationen, wie analytisches Denken, geistige Flexibilität, Organisationstalent, schnelles und selbständiges Einarbeiten in neue Arbeitsfelder, sozialer Kompetenz etc., die im Laufe des Studiums innerhalb, aber auch außerhalb der Universität erworben werden können. Sinnvolle berufsbezogene Ergänzungen können auch Praktika in Firmen und Betrieben und Zusatzqualifikationen sein, sofern diese nicht zu sehr vom Studium ablenken.

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Was lernen Sie in diesem Kurs?

Deutschland
Ägyptologie
Archäologie
Kunstgeschichte

Themenkreis

Beschreibung des Studienfachs

Gegenstand des Faches Ägyptologie sind sämtliche Äußerungen und Aspekte der altägyptischen Hochkultur. Es umfasst die Zeitspanne vom Zusammenwachsen der verschiedenen neolithischen Kulturen des nördlichen Niltales zu einem einheitlichen Staatswesen im 4. Jh. v. Chr. bis in die christlich-koptische Epoche hinein. Mit der Zeit nach der arabischen Eroberung Ägyptens (640/41 n.Chr.) beschäftigen sich dagegen die Orientalistik und die Semitistik. Den geographischen Rahmen des Faches Ägyptologie bildet das Gebiet der heutigen arabischen Republik Ägypten, sowie der nördliche Teil der Republik Sudan.

Die wichtigsten Teilaspekte der Ägyptologie lassen sich folgendermaßen charakterisieren:
  • Philologie: Voraussetzung für eine eingehende Beschäftigung mit der altägyptischen Hochkultur ist das Erlernen des Ägyptischen in seinen verschiedenen Sprachstufen vom Alt-, Mittel- und Neuägyptischen, des Demotischen und Koptischen, sowie der zugehörigen Schriftformen (hieroglyphisch, hieratisch, demotisch, koptisch). Demotisch wird nicht an allen Universitäten gelehrt (so im Moment auch nicht in München, dagegen aber beispielsweise in Würzburg) und beginnt zunehmend sich als eigener Teilbereich innerhalb der Ägyptologie zu etablieren. Das Koptische ist die letzte Sprachstufe des Ägyptischen und wird mit dem griechischen Alphabet geschrieben und einigen demotischen Zusatzzeichen. Für die Erforschung der älteren Sprachstufen spielt es eine wichtige Rolle und es ist daher in München ein integraler Bestandteil des Studiums. Zu der eigentlichen Sprachwissenschaft tritt die möglichst breit angelegte Kenntnis des umfangreichen ägyptischen Textmaterials, sowie die Beschäftigung mit den unterschiedlichen literarischen Gattungen.
  • Kunstgeschichte, d.h. Malerei, Relief, Rundplastik und Kleinkunst aus etwa vier Jahrtausenden ägyptischer Hochkultur. Grundlage einer Beschäftigung mit ägyptischer Kunstgeschichte ist eine gute Kenntnis der Denkmäler vor Ort und in den Museen. Stilistische, ikonographische und ikonologische Arbeitstechniken werden dabei in modifizierter Weise von kunsthistorischen und klassisch-archäologischen Methoden übernommen. Neben der Sprache ist die altägyptische Kunst einer der wichtigsten Informationsträger und somit integraler Bestandteil der ägyptischen Kulturgeschichte.
  • Archäologie, d.h. die Erforschung der gesamten materiellen Hinterlassenschaft Altägyptens. Ein Aspekt, neben vielen anderen, ist dabei die Ausgrabungstätigkeit in Ägypten und im Sudan, an der Deutschland traditionell maßgeblich mitwirkt. Ausgrabungstechniken werden jedoch innerhalb der Ägyptologie nicht vermittelt, da diese in Deutschland Bestandteil des Faches Vor- und Frühgeschichte sind, bzw. werden in Form von Praktika bei Lehrgrabungen in Deutschland erworben.
  • Politische Geschichte, d.h. die geschichtliche Entwicklung des altägyptischen Staatswesens, mit der Kenntnis der historischen Fakten und Zusammenhänge.
  • Religionswissenschaft, d.h. die Erforschung der altägyptischen Religion in ihrer Genese über fast vier Jahrtausende und damit die Erfassung der ideellen Hinterlassenschaft Altägyptens.
  • Wirtschafts- und Sozialgeschichte, d.h. die Erfassung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen Altägyptens.

Alle diese Teilaspekte stehen in engster Beziehung zueinander und sind voneinander abhängig, demzufolge soll das Studium der Ägyptologie zunächst eine möglichst breite Grundlage vermitteln, auf die frühestens zum Magister oder zur Promotion eine Spezialisierung sinnvoll aufbauen kann. An den meisten deutschen Universitäten wird großer Wert auf die philologische Ausbildung gelegt, in München zudem traditionell auf die ägyptische Kunstgeschichte und Archäologie.

Aufgrund der Wechselwirkung zwischen der altägyptischen Kultur und ihren afrikanischen und asiatischen Nachbarkulturen ergeben sich z.T. sehr enge Beziehungen der Ägyptologie zur Meroitistik, Afrikanistik, Vorderasiatischen Archäologie, Assyriologie, Hethitologie und Semitistik. Zudem sind u.a. Berührungspunkte vorhanden mit der Klassischen Archäologie und der Alten Geschichte"

Zusätzliche Informationen

Studiengang: Ägyptologie (Magister Artium) Abschluss: Magister Artium Abschlussgrad: M.A. Fachtyp: Hauptfach Studienform: Grundständiges Studium mit erstem berufsqualifizierenden Abschluss Studienbeginn: Das Studium kann im Winter- und Sommersemester begonnen werden. Regelstudienzeit: 9 Fachsemester Fakultät: Fakultät für Kulturwissenschaften Fächergruppe: Sprach- und Kulturwissenschaften Beiträge: Die Universität erhebt für das Studentenwerk München den Grundbeitrag in Höhe von 62 Euro sowie den Solidarbeitrag Semesterticket in Höhe von 67,40 Euro. (Weitere Informationen zu Gebühren und Beiträgen) Formale Studienvoraussetzung: Hochschulzugangsberechtigung Zulassungsmodus 1. Semester: Keine Zulassung von Studienanfängern Zulassungsmodus höheres Semester: Keine Zulassung höherer Fachsemester Eignungs- feststellungs- verfahren: Eine Eignungsprüfung ist nicht notwendig. Link zum Fach: