Ludwig-Maximilians-Universität München

Byzantinistik/Neugriechische Philologie

Ludwig-Maximilians-Universität München
In Münster

Preis auf Anfrage
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Wichtige informationen

Tipologie Master
Ort Münster
Beginn nach Wahl
  • Master
  • Münster
  • Beginn:
    nach Wahl
Beschreibung

Tätigkeits- und Berufsfelder
Ein klar definierbares Berufsfeld gibt es für Magister-Absolventen nicht. Denn Sie erwerben mit dem Magisterabschluss in erster Linie eine wissenschaftliche Qualifikation, die – außer für Lehr- und Forschungstätigkeiten an der Universität – meist nicht direkt berufsbezogen ist. Im engeren Bereich Ihres Faches wird es in aller Regel nur wenige Arbeitsstellen geben. Dagegen gibt es ein breites unspezifisches Berufsfeld, für das zwar ein abgeschlossenes Hochschulstudium notwendig, jedoch keine spezielle Fachrichtung vorgeschrieben ist. In vielen Arbeitsfeldern tritt die fachlich-wissenschaftliche Qualifikation in den Hintergrund gegenüber so genannten Schlüsselqualifikationen, wie analytischem Denken, geistiger Flexibilität, Organisationstalent, schnellem und selbständigem Einarbeiten in neue Arbeitsfelder, sozialer Kompetenz etc., die Sie im Laufe Ihres Studiums innerhalb, aber auch außerhalb der Universität erwerben können. Sinnvolle berufsbezogene Ergänzungen können auch Praktika in Firmen und Betrieben und Zusatzqualifikationen sein, sofern diese nicht zu sehr vom Studium ablenken.

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Was lernen Sie in diesem Kurs?

Kultur
Byzantinistik
Geschichte
Forschung
Kunstgeschichte

Themenkreis

Beschreibung des Studienfachs

Die Byzantinistik befasst sich als Kulturwissenschaft mit allen Äußerungen und Aspekten der Kultur des Byzantinischen Reiches. Zeitlich umgreift sie die Spanne von Konstantin d. Gr. mit der Einweihung seiner neuen Reichshauptstadt Konstantinopel (300 n.Chr.) bis zur Eroberung dieser Stadt durch die Osmanen 1453. Geographisch sind die Kernländer des Reiches Kleinasien, Thrakien und Griechenland, doch greift das Reich nicht selten über diese Länder hinaus: so sind z.B. auch Armenien, Syrien, Nordafrika oder Süditalien lange Zeit wichtige Provinzen. Von daher überschreitet die Byzantinistik den angegebenen zeitlichen oder geographischen Raum, wenn sie sich etwa mit der Entstehung des Reiches aus dem Imperium Romanum beschäftigt, dessen Nachfolge der in Konstantinopel residierende Kaiser der Idee nach angetreten hat, oder wenn sie nach den Einflüssen in Ost und West fragt, denen das Reich unterworfen war, besonders aber, wenn sie die Frage nach den Wirkungen des Byzantinischen Reiches und seiner Kultur auf die Umwelt oder Nachwelt stellt - sei es in Spanien, in Aachen, bei den Balkanvölkern oder in Moskau, um die Wirkungsbreite dieser Kultur wenigstens anzudeuten. Auch die literarische Wechselwirkung zwischen West und Ost, besonders zwischen Italien und Byzanz, und dann auch zwischen Byzanz und den ehemaligen Teilen seines Reichs, die unter venezianischer Herrschaft stehen, spielt eine wichtige Rolle.

Die Byzantinistik ist seit der Einrichtung des Lehrstuhls an der Münchner Universität in Lehre und Forschung als Gesamtfach breit angelegt. Innerhalb der großen Teilgebiete

  • Byzantinische Philologie und Literatur
  • Byzantinische Geschichte

werden die Einzelbereiche wie Sprache, Literatur, Theologie, Philosophie, allgemeine Geschichte, Kirchen-, Rechts-, Kunstgeschichte, Geschichte der Naturwissenschaften, Realiengeschichte, Hilfswissenschaften (Kodikologie, Paläographie, Sigillographie, Numismatik) u.a. mehr nicht immer durch ein umfassendes Lehrangebot abgedeckt, so dass sich der Besuch von Lehrveranstaltungen aus anderen Studienfächern empfiehlt, zusätzlich zum eigenständigen Erarbeiten von Kenntnissen in diesen Bereichen. Die Byzantinistik umfasst außerdem das Fach Neugriechisch mit Sprachunterricht und Literaturgeschichte. Seit 1960 werden die Frühchristliche und byzantinische Kunstgeschichte und seit 1995 die Neogräzistik (Literaturwissenschaft - Sprache und Kultur seit Beginn des 19. Jahrhunderts) besonders gepflegt. Seit WS 1999/2000 ist die Neogräzistik als eigenständiger Studiengang an der LMU vertreten.

Stand und Geschichte

Der weltweit älteste Lehrstuhl des Faches befindet sich in München; er wurde 1897 eingerichtet; sein Inhaber war der Begründer der Byzantinistik als eigenständiger wissenschaftlicher Disziplin, Karl Krumbacher. Die Byzantinistik verdankt ihre Entstehung der Begeisterung des Humanismus für alles Griechische, eine Begeisterung, die noch nicht zwischen "klassisch" und "nachklassisch" unterschied, und für die der Weg zur Antike natürlicherweise über Byzanz führte. Auch die Theologie beider Konfessionen - jeweils aus unterschiedlichem Interesse - trug ihren Teil bei. Hinzuweisen ist auf die Blüte byzantinischer Studien in Frankreich seit Mitte des 17. Jahrhunderts, bis die Aufklärung mit ihrer Ansicht vom tausendjährigen Verfall des Oströmischen Reichs eine Abwertung einleitete, wogegen sich gerade deutsche Gelehrte wandten.

Krumbachers Ausgangspunkt war, dass die byzantinische Kultur eine eigenständige Weltkultur sei; diese Erkenntnis bestimmte die weitere Entwicklung des Faches. In der Folge wurde auch die byzantinische Archäologie und Kunstgeschichte in die Forschung und Lehre einbezogen; die Forschungsschwerpunkte wurden erweitert um Diplomatik, Verwaltungsgeschichte, Kaiserideologie und um die verschiedenen Aspekte des Verhältnisses zwischen Byzanz und seinen Nachbarstaaten - Abendland, slavische Welt, Orient.

In neuerer Zeit hat man, ausgehend von modernen Fragestellungen, der Byzantinistik auch methodisch neue Wege erschlossen, indem versucht wird, die "Realitäten" des byzantinischen Lebens und deren Strukturen zu erfassen, sei es in der Kaiserideologie, im Verfassungsleben, in der Theologie, im Mönchtum usw.

Forschungsschwerpunkte und Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Im Vordergrund der byzantinischen Forschung stehen heute Fragen z.B. der Beziehungen zwischen Byzanz und anderen Völkern oder Staaten der mittelalterlichen Welt. Die Forschungsschwerpunkte spiegeln individuelle Interessen und Qualifikationen wider; sie schlagen sich z.T. auch im Lehrveranstaltungsangebot nieder. Langfristige Projekte sind die Erforschung der praktischen Medizin in Byzanz. Im Vordergrund stehen ferner noch Einzelarbeiten wie Editionen, philologische und historische Kommentare, historische Monographien, terminologische Untersuchungen, Sprachforschung, Studien zur Architektur, bildenden Kunst einschließlich Ornamentik und Keramik, zur historischen Geographie.

Die Zusammenarbeit mit Nachbardisziplinen, besonders mit der Mittelalterlichen Geschichte, Geschichte der Medizin, der Slavistik, der Südosteuropakunde, der Arabistik, Osmanistik und im Bereich der Philologie auch mit der mittellateinischen Philologie (z.B. betreffend die Entwicklung der Herrscheridee, Geschichte der Herrschaftszeichen, Bevölkerungsstruktur, soziale Mobilität, Probleme der "Renaissance" u.a.m.) ist notwendig und an der Münchner Universität durch persönliche Kontakte gesichert.

Zusätzliche Informationen

Studiengang: Byzantinistik/Neugriechische Philologie (Magister Artium) Abschluss: Magister Artium Abschlussgrad: M.A. Fachtyp: Hauptfach Studienform: Grundständiges Studium mit erstem berufsqualifizierenden Abschluss Studienbeginn: Das Studium kann im Winter- und Sommersemester begonnen werden. Regelstudienzeit: 9 Fachsemester Fakultät: Fakultät für Kulturwissenschaften Fächergruppe: Sprach- und Kulturwissenschaften Beiträge: Die Universität erhebt für das Studentenwerk München den Grundbeitrag in Höhe von 62 Euro sowie den Solidarbeitrag Semesterticket in Höhe von 67,40 Euro. (Weitere Informationen zu Gebühren und Beiträgen) Formale Studienvoraussetzung: Hochschulzugangsberechtigung Zulassungsmodus 1. Semester: Keine Zulassung von Studienanfängern Zulassungsmodus höheres Semester: Keine Zulassung höherer Fachsemester Eignungs- feststellungs- verfahren: Eine Eignungsprüfung ist nicht notwendig. Link zum Fach:

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