Professionelle Opferhilfe: Opferberatung und psychosoziale Prozessbegleitung

Kurs

In Berlin

1.980 € MwSt.-frei

Beschreibung

  • Kursart

    Kurs berufsbegleitend

  • Niveau

    Fortgeschritten

  • Ort

    Berlin

  • Unterrichtsstunden

    208h

  • Dauer

    10 Monate

Gewalt- und Sexualstraftaten sind eine gesellschaftliche Realität. Oft zeigt sich dabei, dass viele Opfer mit ihren Erfahrungen allein bleiben und erleben, dass professionelle Hilfe nicht selbstverständlich ist. Soziales Umfeld, Institutionen und das Strafverfahren haben eine erhebliche Bedeutung für die Verarbeitung der erlittenen Gewalterfahrung. Zugleich liegt hier die Gefahr einer zusätzlichen Verletzung für die Opfer (bspw. unangebracht beschwichtigendes Verhalten oder Überidentifikation mit dem Opfer). Der Ausbau professioneller Opferhilfe wird daher seit Jahren vorangetrieben.

Das Fachwissen der Opferhelfer_innen basiert auf verschiedenen Disziplinen, vor allem Kriminologie und Viktimologie, Psychologie und Psychotraumatologie sowie verschiedenen Rechtsgebieten, insb. Straf- und Strafprozessrecht. Daher setzt sich der Zertifikatskurs mehrperspektivisch aus unterschiedlichen Modulen zusammen. Neben theoretischem Wissen und Fachkenntnissen soll die Arbeit an Fallbeispielen und Praxiserfahrungen mit Selbstreflexion einen wichtigen Stellenwert einnehmen. Ein Supervisionsmodul und kollegiale Beratung im Rahmen von mehreren Peergruppentreffen werden die Lernprozesse unterstützend und auswertend begleiten. Ziel der Weiterbildung ist es, Informationen und Techniken für einen angemessenen, an viktimologischen Grundsätzen ausgerichteten Umgang mit Menschen zu vermitteln, die Opfer von Straftaten, insbesondere von Sexual- und Gewaltstraftaten, geworden sind. In allen Modulen werden die jeweils zugrunde liegenden rechtlichen Bestimmungen anwendungsorientiert vermittelt.

Wichtige Informationen

Dieser Kurs ist als Bildungsurlaub anerkannt

Standorte und Zeitplan

Lage

Beginn

Berlin
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Alice-Salomon-Platz 5, D-12627

Beginn

auf Anfrage

Hinweise zu diesem Kurs

Der Zertifikatskurs folgt dem Gebot der Trennung zwischen Beratung und Begleitung. In der Unterscheidung beider Berufsrollen professioneller Opferhilfe befähigt er die Teilnehmenden zur Ausübung von Opferberatung und zur Ausübung der psychosozialen Prozessbegleitung. Die Inhalte des Kurses entsprechen den Mindeststandards, die zur Weiterbildung für psychosoziale Prozessbegleitung von der Justizministerkonferenz im Juli 2014 empfohlen wurden.

Hochschulabsolvent_innen, insbesondere aus den Bereichen Soziale Arbeit, Erziehung und Bildung, Gesundheit

1. Hochschulabschluss, insbesondere in den Bereichen Soziale Arbeit, Erziehung und Bildung, Gesundheit 2. In der Regel Praxiserfahrung in sozialen, gesundheitlichen und/oder Bildungsbereichen (beruflicher Kontakt zu Opfern von Straf- und Gewalttaten) 3. Darüber hinaus Zulassungen nach Einzelfallprüfungen möglich

Die ASH vergibt in Kooperation mit dem Bundesverband „Arbeitskreis der Opferhilfen in Deutschland e. V.“ (ado) das Hochschulzertifikat „Opferberater_in und psychosoziale Prozessbegleiter_in in der professionellen Opferhilfe"

Der erfolgreiche Abschluss dieses Zertifikatskurses entspricht 10 ECTS-Credits. Deren mögliche Anrechenbarkeit auf einen postgradualen Studiengang ist an den Nachweis eines Hochschulabschlusses gebunden.

Bitte bewerben Sie sich schriftlich mit dem Bewerbungsformular unter: http://www.ash-berlin.eu/fileadmin/user_upload/pdfs/Weiterbildung/Zertifikatskurs-Bewerbungsformular_neues_Logo.pdf

Fragen & Antworten

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Themen

  • Umfassendes Wissen im interdisziplinären Bereich der Opferhilfe
  • Individuelle Prozesse der Opferwerdung einschätzen und Interventionen ableiten;
  • Gesprächsführungs- und Kriseninterventionstechniken unter traumadynamischen Gesichtspunkten anwenden;
  • Opfer von Straf-
  • Insbesondere von Gewalttaten über ihre Rechte und Pflichten informieren und über Verfahrensabläufe im Straf- oder Zivilverfahren aufklären
  • Befähigung psychosoziale Prozessbegleitung durchzuführen und damit verbundene spezifische Rollenanforderungen zu reflektieren
  • Beratungsgespräche diversitysensibel und deliktspezifisch differenziert zu gestalten
  • Erkenntnisse der Viktimologie professionell und politisch-ethisch entlang von Qualitätsstandards in der Opferhilfe verwirklichen
  • Praxissituationen kritisch analysieren und bewerten und mit neuen
  • Unbekannten Aufgaben in der Praxis zurecht kommen

Dozenten

Rosemarie Priet

Rosemarie Priet

Psychologin

Inhalte

Der Zertifikatskurs folgt dem Gebot der Trennung zwischen Beratung und Begleitung. In der Unterscheidung beider Berufsrollen professioneller Opferhilfe befähigt er die Teilnehmenden zur Ausübung von Opferberatung und zur Ausübung der psychosozialen Prozessbegleitung.
Die Inhalte des Kurses entsprechen den Mindeststandards, die zur Weiterbildung für psychosoziale Prozessbegleitung von der Justizministerkonferenz im Juli 2014 empfohlen wurden.

Themenübersicht:

- Einführung in die Viktimologie und in die professionelle Opferhilfe

- Psychosoziale und psychotraumatologische Beratung von Opfern von Sexual- und Gewaltstraftaten

- Unterschiedlich verschieden – Aspekte von Diversity in der Opferhilfe

- Psychosoziale Prozessbegleitung im Ermittlungsverfahren und im Hauptverfahren

- Psychosoziale Beratung

- Ethisch-politische Dimensionen der Opferhilfe

- Qualitätssicherung und Kooperation in sozialen Netzwerken von Opferhilfeeinrichtungen

Zusätzliche Informationen

Seminarzeitraum: 03.04.2020 - 21.02.2021 (8Termine) 
Seminarzeiten: Fr: 14.00-21.00 Uhr, Sa/So: 10.00-17.00 Uhr
Bewerbungsfrist: 08.02.2020

Weitere Infos unter:

https://www.ash-berlin.eu/weiterbildung/zentrum-fuer-weiterbildung/kurssuche/einzelansicht-kurs/?atyp=zk&uid=272

Professionelle Opferhilfe: Opferberatung und psychosoziale Prozessbegleitung

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