Geowissenschaften

Technische Universität Bergakademie Freiberg
In Freiberg

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  • Master
  • Freiberg
  • Dauer:
    2 Jahre
Beschreibung

Ziel des Masterstudiums ist es,aufbauend auf einem geowissenschaftlichen Bachelorabschluss,einen mit soliden geowissenschaftlichen und weiteren naturwissenschaftlichen Grundlagenkenntnissen sowie berufspraktischen Fähigkeitenausgestatteten,flexiblen Geowissenschaftlerauf anspruchsvollem,modernen Niveau auszubilden.Er soll in seiner gewählten Vertiefung Spezialist, vielseitig einsetzbar und kooperationsfähig sein.

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Freiberg
Humboldt-Bau, Bernhard-Von-Cotta-Str. 2, 09599, Sachsen, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

# einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss im Bachelorstudiengang Geologie / Mineralogie der TU Bergakademie Freiberg oder einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss im gleichen Studiengang wie in Nr. 1 a) an einer anderen Hochschule oder einen fachlich mindestens gleichwertigen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss an einer Hochschule mit einer Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern besitzt und # dieses Hochschulstudium mindestens mit der Note gut oder ECTS-Rang C abgeschlossen hat .

Themenkreis

Das Studium gliedert sich in 4 Semester und schließt mit der Masterprüfung ab. Die Anfertigung der Masterarbeit erfolgt im 4. Semester. Näheres zur Masterarbeit und zum Kolloquium regelt die Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Geowissenschaften.

Mit der Immatrikulation im konsekutiven Masterstudiengang Geowissenschaften entscheidet sich der Student für eine von sechs Studienrichtungen:

  1. Exogene Transport- und Ablagerungssysteme
    Die Studienrichtung „Exogene Transport- und Ablagerungssysteme“ umfasst sedimentäre und vulkanogene Prozesse, die auf den Kontinenten und am Meeresboden ablaufen bzw. abliefen. Die Gestaltung dieser Studienrichtung trägt der Tatsache Rechnung, dass die Teilgebiete Sedimentologie und Vulkanologie starke Überlappungen bezüglich ihrer Prozesse, Produkte und Modelle aufweisen. Neben der Relevanz für die geowissenschaftliche Grundlagenforschung, sind profunde Kenntnisse dieser Systeme notwendig zur Beurteilung von sedimentär-lagerstättenkundlichen, hydrogeologischen und ingenieurgeologischen Fragestellungen sowie insbesondere für die Bereiche Erdöl-, Erdgas-Gewinnung und Georisiken. Die Faziesanalyse steht im Zentrum der Ausbildung. Das Spektrum der Formen und Gefüge reicht vom Dünnschliffbild und Handstück bis zur beckenweiten Rekonstruktion der Architektur sedimentärer und vulkanischer Ablagerungen. Die in Vorlesungen gewonnenen Kenntnisse werden in Vortragsseminaren, Labor- und Geländekursen vertieft.
  2. Hydrogeologie/ Ingenieurgeologie
    Der Student soll befähigt werden hydrogeologische, hydrologische und ingenieurgeologische Fragestellungen in Wissenschaft und Praxis selbstständig zu bearbeiten. Dazu gehören Erkundungs- und Erschließungsmethoden für Grundwasser, der Schutz von Grundwasser, die Untersuchung von Grundwasser und oberirdischem Wasser im Hinblick auf wasserchemische Fragestellungen (Feld und Labormethoden) sowie die numerische Modellierung von Strömung, Transport und chemischen Reaktionen in aquatischen Systemen. Zu berücksichtigen sind dabei alle Nutzungsvarianten des unterirdischen Wassers einschließlich geothermischer Nutzung und Nutzung des Untergrundes für Deponiezwecke. Ingenieurgeologische Fragestellungen beziehen sich auf Baugrunduntersuchungen für Hoch und Tiefbau für Verkehrswege, Tunnel, Talsperren, wie auch beim Abbau von Rohstoffen im Tief- und Tagebau sowie mittels Bohrungen und geotechnische Fragestellungen wie Böschungs- und Dammstabilität. Zur Verwaltung Geowissenschaftlicher Daten z.B. in der Raum- und Landesplanung wird die intelligente Nutzung von Datenbanken und Geoinformationssystemen vermittelt.
  3. Lagerstätten (Economic Geology)
    Der Student soll befähigt werden komplexe lagerstättengeologische Fragestellungen in Wissenschaft und Praxis selbstständig zu bearbeiten. Dazu gehören drei Bereiche: Erzlagerstätten, Lagerstätten fester mineralischer Nichterzerohstoffe (Natursteine, Industrieminerale, Salze, Edelsteine) und Lagerstätten fossiler Energierohstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas). Die Studierenden sollen lernen diese Lagerstätten montangeologisch zu bewerten, deren Genese zu untersuchen und Lagerstätten zu erkunden. Schwerpunkte der Ausbildung sind Methoden der Exploration und Bewertung von Erz-, Nichterz- sowie Kohlen- und Kohlenwasserstoff-Lagerstätten. Weitere Modulschwerpunkte beinhalten Themengebiete zu petrologischen und geochemischen Prozessen sowie paläontologischen, sedimentologischen und tektonischen Fragestellungen. In den ingenieurgeologischen Modulen der Studienrichtung sollen geophysikalische, bergbau- und lagerstättentechnologische Fachgebiete vermittelt werden. Außerdem sollen Erfahrungen in den Grundlagen der Aufbereitung und der Hüttenkunde (Pyrometallurgie) erworben werden. Darüber hinaus sollen die Studierenden befähigt werden, umwelt- und bergrechtliche Problemstellungen im Rahmen der Lagerstättenerkundung und des Lagerstättenabbaus zu lösen und rohstoffwirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen.
  4. Mineralogie
    Auf der Grundlage seines stofflichen Wissens über den Zusammenhang von chemischer Zusammensetzung, Struktur und Eigenschaften von Kristallen, Mineralen und Gesteinen soll der Student ein umfassendes Verständnis ihrer Bildung, Umwandlung, Stabilität und Nutzung erwerben. Dieses soll auf Fragen der Stoffkreisläufe in Geosphäre, Umwelt und Technik anwendbar sein. Ein Schwerpunkt des Studiums ist deshalb die sichere Beherrschung der entsprechenden Untersuchungstechniken, wie Licht- und Elektronenmikroskopie, Röntgenbeugung, Spektroskopie, Thermoanalyse und chemischer Elementund Isotopenanalyse. In dem geochemischen und dem mineralogischen Großlabor des Instituts soll die selbstständige Bedienung der Geräte erworben werden. Der Absolvent kann mit dieser Ausbildung Aufgaben in der rohstoffgewinnenden Industrie (mineralische und fossile Rohstoffe), rohstoffverarbeitenden Industrie (Baustoffe, Glas, Feuerfestmaterialien, Reststoffe, Sekundärrohstoffe) und Technologiefirmen (Keramik, Schleifmittel, Elektronik und Halbleiter, Kristallsynthese bzw. -züchtung, Pharma) sowie in Umweltbehörden, Ingenieurbüros, Kriminalämtern und Forschungs- und Lehreinrichtungen und auch Museen wahrnehmen. Der Absolvent wird durch das Studium in die Lage versetzt, leitende Funktionen auszuüben.
  5. Paläontologie / Stratigraphie
    Im Fokus dieser Studienrichtung steht die Erfassung der Wechselbeziehungen und der Prozessdynamik von Geosphäre und Biosphäre und deren Evolution in der Erdgeschichte. Ein weiterer Hauptaspekt besteht in der Vermittlung von makro- und mikropaläontologischen Arbeits- und Präparationstechniken sowie stratigraphischer Arbeitsmethoden für die Lösung geologischer Problemstellungen in Wirtschaft und Forschung. Die Fähigkeit zur Entwicklung und selbständigen Anwendung vor allem interdisziplinärer Lösungsansätze wird insbesondere zu den Bereichen Sedimentologie, Fazies- und Paläoenvironmentrekonstruktion, Stratigraphie und Ökologie vermittelt und ermöglicht die Ableitung komplexer paläoökologischer, paläogeographischer, paläoklimatischer, paläobiologischer sowie von geologischen Ablagerungs- und Entwicklungsmodellen. Der Absolvent wird in die Lage versetzt, Projekte von der Datengewinnung über deren Auswertung bis zur Ergebnispräsentation selbständig und umfassend zu bearbeiten und darzustellen. Ein hoher praktischer Ausbildungsanteil umfasst Gelände-und Laborarbeiten und ist auf den nationalen und internationalen Einsatz der Absolventen in Industrie und Wirtschaft sowie in wissenschaftlichen Forschungsinstitutionen und Ämtern ausgerichtet.
  6. Tektonik/ Geochronologie
    Die Ausbildung befasst sich mit der Kinematik und Dynamik der Erde. Schwerpunktmäßig werden die kontinentale Kruste und die gegenseitige Abhängigkeit der verschiedenen Komponenten des Systems Erde behandelt, indem der Transfer von Material und Energie zwischen Lithosphäre, Mantel und Atmosphäre untersucht werden. Der Student wird in zwei sich überlappenden Wissenschaftsbereichen befähigt, die ihn vorrangig für eine wissenschaftliche Karriere in Forschungseinrichtungen und der Industrie qualifizieren:
    (a) Tektonische Geomorphologie; sie untersucht die Interaktion zwischen tektonischen Bewegungen, Erosion, und Klimabedingungen; sie integriert Aspekte der Strukturgeologie, Fernerkundung, Paläoseismologie und Neotektonik, Geomorphologie, Stratigraphie, Thermochronologie, Geodäsie, und Paläoklimatologie.
    (b) Orogene Geodynamik; sie umfasst im wesentlichen Bildungs- und Destruktionsprozesse von Gebirgen und integriert Aspekte der Strukturgeologie, Petrologie, Geochronologie, Rheologie, Geochemie, Stratigraphie, Visualisierung und Modellierung und Regionale Geologie. Die Prozessanalysen basieren auf den ausgezeichneten Labormöglichkeiten in Freiberg. Durch die Verfolgung der Interaktionen von Geo-Prozessen in der Zeit hat die Wissenschaftsdisziplin vorhersagende Kapazitäten.

Bewerbungstermin: bis zum 15.07.

Regelstudienzeit: 4 Semester

Studienbeginn: Das Studium beginnt in der Regel zum Wintersemester.

Abschluss: Master of Science (M.Sc.)

Zusätzliche Informationen

Preisinformation: Studiengebühren: keine Semesterbeitrag: 75,- Euro.