Umweltplanung und Ingenieurökologie

Technische Universität München
In Freising-Weihenstephan

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  • Master
  • Freising-weihenstephan
  • Dauer:
    2 Jahre
Beschreibung

Das Masterstudium soll dazu befähigen, auf wissenschaftlicher Grundlage in den Berufsfeldern Landschafts- und Umweltplanung, Naturschutz, Bodenschutz und Altlastenbehandlung, nachhaltige Bewirtschaftung von Ressourcen und Renaturierung/Sanierung belasteter und gestörter Ökosysteme sowie in Forschung und Entwicklung in diesen Gebieten zu arbeiten. Der Erwerb des Mastergrades befähigt den Absolventen, im Beruf, insbesondere auch im öffentlichen Dienst, Leitungspositionen zu übernehmen.

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Freising-Weihenstephan
Bayern, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

Der Masterkurs Umweltplanung und Ingenieurökologie kann von Absolventen verschiedener grundständiger Studiengänge belegt werden. Derartige Studiengänge sind Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung, Umweltplanung, Biologie, Geographie, Vermessungswesen, Bauingenieurwesen oder vergleichbare, die entweder an deutschen Hochschulen mit dem Bachelor, Diplom, Magister oder Master oder an ausländischen Hochschulen mit dem Bachelor oder gleichwertig abgeschlossen wurden.

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Themenkreis

Beschreibung des Studiengangs

Leitbilder, Konzepte und Verfahren zur Nutzung und Sicherung der menschlichen Umwelt stehen im Mittelpunkt des Masterstudienganges Umweltplanung und Ingenieurökologie. Der Studiengang vermittelt planungswissenschaftliche sowie natur- und ingenieurwissenschaftliche Qualifikationen und soll zu einem wissenschaftlich-kompetenten und kritisch-reflektierten Umgang mit natur- und umweltschutzfachlichen Fragestellungen befähigen. Thema ist hier beispielsweise die Nutzung und Veränderung abiotischer und biotischer Ressourcen wie Boden, Wasser, Luft, Flora und Fauna, der Umgang mit Abfallstoffen oder die Sanierung belasteter Böden und Gewässer. Daneben die Sicherung und Entwicklung ästhetischer Qualitäten der Natur, die Diskussion und Entwicklung von Leitbildern sowie von Strategien zu deren Umsetzung in unterschiedlichen Gesellschaften und Kulturen. Das Berufsbild ist von der unterschiedlich starken Verbindung naturwissenschaftlicher, ingenieurwissenschaftlicher und planungswissenschaftlicher Verfahren und Methoden geprägt. Das Berufsfeld findet sich sowohl in der öffentlichen Verwaltung (auf Bundes-, Länder- und Kommunalebene in Fachbehörden und Projektbüros) als auch der Privatwirtschaft (Consultingfirmen, Ingenieurbüros, Industrie, Banken und Versicherungen) sowie als Grundlage für eine weitere wissenschaftliche Qualifizierung in Forschung und Lehre (Fachhochschulen, Universitäten, Forschungseinrichtungen). Neben einer Berufstätigkeit in Deutschland bieten sich der europäische und außereuropäische Raum an, beispielsweise die Tätigkeit im Rahmen der technischen Zusammenarbeit oder der Entwicklungshilfe.

Studienrichtungen

Der Studiengang ist modular aufgebaut. Die Studierenden wählen ein Modul aus dem Bereich „Grundlagen“ (Natur- und Ingenieurwissenschaften), eines aus dem Bereich „Landnutzungssysteme“ (Agrar-, Gartenbau-, Forst-, Planungswissenschaft) sowie drei Kernmodule, die den inhaltlichen Schwerpunkt des Studiums darstellen. Als Kernmodule werden angeboten: Abfallbehandlung und -verwertung, Abwasserreinigung und -entsorgung, Stoffstrommangement in Wassereinzugsgebieten, Management abiotischer Ressourcen, Vegetationsmanagement, Nachwachsende Rohstoffe und regenerative Energien, Emissionen und Imissionsschutz, Bioindikation und Umweltmonitoring, Wildlife and Protected Areas Management, Landschaftsmanagement, Theorie der Landschaftsökologie und Landschaftsplanung, Planungswissenschaften, Landnutzung in sich entwickelnden Ländern, Planung und Gestaltung des öffentlichen Raums, Terrestrische Ökologie Aquatische Ökologie.

Einführung

Leitbilder, Konzepte und Verfahren zur Nutzung und Sicherung der menschlichen Umwelt stehen im Mittelpunkt des Masterstudienganges Umweltplanung und Ingenieurökologie. In seinem Profil ist der Studiengang explizit an der Schnittstelle zwischen planungswissenschaftlichen sowie naturwissenschaflichen und ingenieurökologischen Qualifikationen angesiedelt. Die Vermittlung dieser Qualifikationen soll zu einem wissenschaftlich-kompetenten und kritisch-reflektierten Umgang mit Fragestellungen des Natur- und Umweltschutzes befähigen. Thema ist hier beispielsweise die Nutzung und Veränderung abiotischer und biotischer Ressourcen wie Boden, Wasser, Luft, Flora und Fauna, der Umgang mit Abfallstoffen oder die Sanierung belasteter Böden und Gewässer. Daneben die Sicherung und Entwicklung ästhetischer Qualitäten der Natur, die Diskussion und Entwicklung von Leitbildern, Fragen des Landschaftsmanagements sowie von Strategien zu deren Umsetzung in unterschiedlichen Gesellschaften und Kulturen.

Die Stärke des Studiengangs liegt darin, dass zu diesen Themen aus einem breiten Angebot aus so genannten Kernmodulen entsprechend der jeweiligen Neigungen flexibel Inhalte kombiniert und zu einem individuellen Studienplan zusammengestellt werden können. Folgende Kernmodule stehen zur Auswahl:

  • Abfallbehandlung und -verwertung
  • Abwasserreinigung und -entsorgung
  • Stoffstrommanagement in Wassereinzugsgebieten
  • Management abiotischer Ressourcen
  • Nachwachsende Rohstoffe und regenerative Energien
  • Climate Change
  • Bioindikation und Umweltmonitoring
  • Management biotischer Ressourcen
  • Landschaftsmanagement
  • Theorie der Landschaftsökologie und Landschaftsplanung
  • Planungswissenschaften
  • Landnutzungsplanung in sich entwickelnden Ländern
  • Terrestrische Ökologie
  • Aquatische Ökologie

Das Berufsbild ist von der unterschiedlich starken Verbindung naturwissenschaftlicher, ingenieurwissenschaftlicher und planungswissenschaftlicher Verfahren und Methoden geprägt. Das Berufsfeld findet sich sowohl in der öffentlichen Verwaltung (auf Bundes-, Länder- und Kommunalebene in Fachbehörden und Projektbüros) als auch der Privatwirtschaft (Consultingfirmen, Ingenieurbüros, Industrie, Banken und Versicherungen) sowie als Grundlage für eine weitere wissenschaftliche Qualifizierung in Forschung und Lehre (Fachhochschulen, Universitäten, Forschungseinrichtungen). Neben einer Berufstätigkeit in Deutschland bieten sich der europäische und außereuropäische Raum an, beispielsweise die Tätigkeit im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit oder der Entwicklungshilfe.

Arbeitsschwerpunkte

Boden- und Gewässerschutz
Hier werden Verfahrensweisen zur biologischen Bodensanierung und zur Vermeidung lateraler Stofftransporte durch Wind- und Wassererosion entwickelt. Besondere Aufmerksamkeit wird der Sanierung von toxischen Altlasten und Deponien gewidmet, wobei Wirkungsweisen von Schadstoffen in terrestrischen und aquatischen Ökosystemen ebenso gelehrt werden wie Methoden ihrer Beseitigung unter Einsatz technischer und vor allem biologischer Verfahren.

Nachhaltige Bewirtschaftung von Ressourcen
Hierzu zählen Aufgaben wie Entwicklung von Methoden und Instrumenten des Stoffstrommanagements (Ökobilanz, Umweltcontrolling, kommunale Umweltbilanzen), die Steuerung von Stoffströmen in empfindlichen Ökosystemen und Landschaften, die flächengebundene Abwasserreinigung, die Verwertung biogener Reststoffe, sowie nachhaltiges Wassermanagement in Einzugsgebieten. Aufgaben des Hochwasserschutzes durch Sanierung von Auelandschaften und Feuchtgebieten gehören ebenso hierher wie das Management von Wassereinzugsgebieten im Sinn der Verbesserung ihrer Retensionsleistung. Und letztlich auch das Management von Artenschutzgebieten. Das Aufgabenfeld ist vielseitig und bedarf einer integrierenden Vorgehensweise in ganz besonderem Maß.

Renaturierung und Management
Die Renaturierung gestörter oder zerstörter Ökosysteme ist Ziel einer entwickelnden Umweltpolitik in allen Ländern der Erde. Mittels biologischer und technischer Verfahrensweisen werden solche ökosystemare Prozesse reaktiviert oder initiiert, die eine gesellschaftlich erwünschte Ressourcenqualität ermöglichen. Ziel ist z.B. die Optimierung von gestörten Ökosystemen für den Arten- und Biotopschutz, aber auch – in Verbindung mit 1 und 2 – die Sanierung abiotischer Ressourcen, z.B. die Wiederherstellung der Speicherfähigkeit von Mooren für Kohlenstoff. Um eine wünschenswerte Qualität eines Landschaftsausschnitts im gesellschaftlichen Kontext erhalten und weiter entwickeln zu können, bedarf es nicht nur ingenieurwissenschaftlicher und ökotechnischer Verfahren; diese müssen auch mit sozioökonomischen Rahmenbedingungen abgestimmt sein. Deshalb sind hier auch soziologische und politische Inhalte zu vermitteln und in Projektarbeiten zu integrieren.

Umweltplanerische Konzepte und Verfahren
Umweltplanung ist räumliche und gesellschaftlich relevante Planung. Sie umfasst sowohl den Schutz von (biotischen und abiotischen) Ressourcen als Grundlage menschlicher Nutzung als auch den Schutz von Landschaften und Arten um Ihres Eigenwertes willen. Die Umweltplanung hat die Aufgabe, die Verteilung verschiedener Nutzungen (wie Landwirtschaft, Verkehr, Erholung, Naturschutz) im Raum und die dabei auftretenden Konflikte einer aus ihrer Sicht bestmöglichen Lösung zuzuführen. Dies erfordert die Verknüpfung verschiedener theoretischer und praktischer Wissensgebiete (Landschaftsökologie, Landschaftsästhetik, Kulturgeschichte sowie Natur- und Umweltethik, planungsmethodisches, sozialwissenschaftliches, ökonomisches und juristisches Wissen). Die Lehrveranstaltungen vermitteln einerseits vertiefendes Grundlagenwissen zu einzelnen Teildisziplinen und dienen andererseits der kritischen Auseinandersetzung mit der Frage, wie die Verknüpfung der verschiedenen Teilaspekte im konkreten Planungsfall erfolgen kann.

Aufbau

Der Lehrstoff wird in Form von Vorlesungen, Seminaren, Übungen und Projekten vermittelt. Fachübergreifende Projektarbeiten nehmen einen zentralen Platz ein und dienen der Behandlung von praxisrelevanten Problemen. Übungen in Freiland und Labor werden fachspezifisch durchgeführt und können auch in Projekte integriert werden. Vorlesungen spielen eine eher untergeordnete Rolle.

Der Umfang der zu erbringenden Prüfungsleistungen errechnet sich aufgrund der Anzahl der in Semesterwochenstunden (SWS) gemessenen Lehrveranstaltungsstunden übertragen auf das European Credit Transfer System (ECTS) in credit points (cp). Der Studiengang besteht aus vier Semestern. Sein Aufbau ist modular: Ein Modul mit insgesamt 15 cp wird aus dem Bereich A (Grundlagen), ein zweites aus dem Bereich B (Landnutzungssysteme, 15 cp) zusammengestellt. Drei Module werden aus dem Kernbereich C gewählt, der die umweltplanerischen und ingenieurökologischen Module enthält. Davon hat jedes einen Umfang von 15 cp. Hierzu kommt eine fachübergreifende Projektarbeit mit 15 cp. Insgesamt ergeben sich für die ersten drei Semester damit 90 cp, das sind (rechnerisch) 30 Credits für jedes Semester. Im vierten Semester wird die Masterarbeit angefertigt, wofür 30 cp anzusetzen sind.

Unterrichtssprache : - Deutsch

Bewerbungsschluss

02. Juni für das WS, 15.Januar für das SS

Studienbeginn

Winter- und Sommersemester

Zusätzliche Informationen

Preisinformation: Pro Semester fallen an: * Studiengebühren (500,- €) * Studentenwerksbeitrag (42,-€)

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