Kulturtransformationen - Antike: Juden -Griechen Römer - Christen

Katholische Universität

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  • Master
  • Eichstätt
  • Dauer:
    2 Jahre
Beschreibung

Der Masterstudiengang Kulturtransformationen - Antike führt daher neben den altertumswissenschaftlichen Schwesterdisziplinen Klassische Philologie, Archäologie und Alte Ge­schichte auch die vorrangig mit der Antike befassten Teildisziplinen der Theologie zusammen, d. h. Alttestamentliche und Neutestamentliche Wissenschaft sowie Alte Kirchengeschichte und Patrologie.

Wichtige informationen

Voraussetzungen: 1. einen ersten berufsqualifizierenden Bachelor-, Master-, Diplom-, Magisterabschluss oder durch eine Staatsprüfung in den Studiengängen Klassische Archäologie, Klassische Philologie, Alte Geschichte, Alttestamentliche Wissenschaft, Neutestamentliche Wissenschaft, Alte Kirchengeschichte und Patrologie oder vergleichbaren Studiengängen, in dem beziehungsweise in der eine Gesamtabschlussnote von mindestens 2,5 ausgewiesen wird, bzw. wurden die genannten Fächer nur im Nebenfach studiert, sind mindestens 60 ECTS-Punkte oder ein vergleichbar intensives Studium in diesen Fächern nachzuweisen;.......

Master of Arts (M. A.)

Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Eichstätt
Eichstätt-Ingolstadt, 85071, Bayern, Deutschland
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Themenkreis

Der antike Mittelmeerraum brachte viele Kulturen miteinander in Berührung. Kulturelle Austauschprozesse kennzeichnen nicht nur die Beziehung zwischen Griechenland und Rom, sondern betreffen auch deren Begegnung und Auseinandersetzung mit den Kulturen des Vorderen Orients.

Der Masterstudiengang Kulturtransformationen - Antike führt daher neben den altertumswissenschaftlichen Schwesterdisziplinen Klassische Philologie, Archäologie und Alte Ge­schichte auch die vorrangig mit der Antike befassten Teildisziplinen der Theologie zusammen, d. h. Alttestamentliche und Neutestamentliche Wissenschaft sowie Alte Kirchengeschichte und Patrologie. Der konsequent interdisziplinäre Charakter des Studien­gan­gs ermöglicht einen umfassenden – das Studium literarischer ebenso wie materieller Quellen einschließenden – Blick auf Transfer- bzw. Transformationsprozesse in der Alten Welt. Dem besonderen Profil der Katholischen Universität entsprechend werden die skizzierten Fragestellungen gerade auch auf den Bereich des Religiösen als einen in besonderer Weise identitätsrelevanten Kernbereich menschlichen Lebens angewandt. Besonderer Wert wird auf die Vermittlung der aktuellen Theoriebasis und der Forschungskonzepte der beteiligten Disziplinen gelegt, um die Voraussetzung für eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Quellen zu schaffen.

Die Studierenden sollen am Beispiel der Antike Einblick erhalten in
· die Herausbildung religiöser Systeme in historischer Perspektive und ihre wechselsei­tige Beeinflussung in religiös pluralistischen Kulturräumen,
· die Entstehung, Instrumentalisierung und Folgen von Alteritätskonstruktionen,
· die Rolle von Migranten bzw. Minderheiten für Kulturkontakte,
· die Voraussetzungen, Mechanismen und Konsequenzen des Kulturtransfers, jeweils in den Bereichen Politik, Literatur, Kunst und Religion,
· die Bedeutung retrospektiver Epochenkonstruktionen für die Ausbildung kultureller, religiöser und politischer Identitäten.
Sie werden damit in die Lage versetzt,
- gegenwartsbezogene Fragestellungen und Erkenntnisinte­ressen (Globalisierung, Migration, religiöser Pluralismus, Kon­takt/Konfrontation zwischen Religionen und Kulturen) mit der Analyse und Deutung von historischen Phänomenen sinnhaft zu verknüpfen;
- Probleme der Transfer- und Transformationsforschung anhand adäquater Methoden, insbesondere auch der vergleichenden Religionswissenschaft, zu behandeln;
- Forschungsergebnisse gegenüber unterschiedlichen Adressatengruppen angemessen darzustellen.

Der forschungsorientierte Masterstudiengang bereitet auf die Aufnahme eines altertumswissenschaftlichen Promotionsstudiums vor. Die in den Lehrforschungsprojekten entwickelten Vermittlungskompetenzen eröffnen zudem im Anschluss an das Masterstudium auch Perspektiven in fachnahen Beschäftigungsfeldern, wie z. B. Museen, Erwachsenenbildung, Journalismus, Touristik.

Gliederung un Umfang des Studiums

Das Studium umfasst vier Semester (120 ECTS-Punkte) und wird mit dem akademischen Grad "Master of Arts" (M.A.) abgeschlossen. Der Masterstudiengang Kulturtransformationen - Antike ist in zweifacher Hinsicht gegliedert:

1. Thematisch sind die einzelnen Semester jeweils einer übergreifenden Problemstel­lung gewidmet, die in Bezug auf unterschiedliche Konkretisierungen untersucht wird. Dabei ergibt sich eine logische Progression: ·

  • Im 1. Semester werden Konstruktionen des Fremden und Reaktionen auf das Fremde in den Blick genommen, es geht also um den Umgang mit dem Ande­ren.
  • Im 2. Semester werden kulturelle Transferprozesse thematisiert. Dabei soll eine isolierende und monolithische Betrachtungsweise des griechisch-römi­schen Kulturraums aufgebrochen und Begriffe wie „Hellenisierung“ und „Ro­manisierung“ problematisiert werden. ·
  • Das 3. Semester ist schließlich jenen Transformationsprozessen gewidmet, wel­che die antike Welt grundsätzlich verwandelten: einerseits der Christiani­sierung und dem damit einhergehenden Kulturwandel in der Spätantike, ande­rerseits den sich verändernden Konstruktionen der Antike, welche in den fol­genden Jahrhunderten in einer Kette von Renaissancen die europäische Kultur­entwicklung maßgeblich bestimmten.
  • 2. Strukturell sind Systematik-, Fallstudien- und Anwendungsmodule zu unterscheiden:

  • Im Rahmen der Systematikmodule werden die Studierenden in die jeweils ein­schlägigen Forschungskonzepte eingeführt und mit deren theoretischen Grundlagen vertraut gemacht. Dies geschieht im Rahmen eines Vorlesungs-/Lektürekurses, der Einführungen vonseiten der Dozenten mit selbstgeleiteter studentischer Lektüre verbindet. Am Ende des Semesters werden in einem als Blocksitzung abgehaltenen Kolloquium die in den Fallstudien erworbenen Ein­sichten kritisch auf die in den Systematikmodulen vorgestellten Forschungs­konzepte rückbezogen.
  • In den Fallstudienmodulen werden entsprechend dem interdisziplinären Cha­rakter des Studienganges jeweils thematisch aufeinander bezogene Veranstal­tungen verschiedener Fachdisziplinen kombiniert, sodass das jeweils im Mittelpunkt stehende historische Phänomen aus mehreren Perspektiven in den Blick genommen wird. Die Fallstudien vermitteln vertiefte Kenntnisse, insbe­sondere der Quellen, zu einzelnen historischen Konkretionen des jeweiligen Semesterthemas.
  • Die Fähigkeit zu eigenständigem Forschen bzw. der Entwicklung eigenständi­ger Fragestellungen wird in den Anwendungsmodulen gefördert. Die traditionellen Hausarbeiten werden durch Lehrforschungsprojekte er­setzt, die eigenständiges Forschen und angemessenes Präsentieren der Er­gebnisse verknüpfen. In Mentoringsitzungen geben die Studierenden Kommilitonen und Dozenten Einblick in den Stand ihrer Forschung und erhalten eine kritische Rückmeldung. Anders als in den Referaten der Fall­studienmodule steht hier nicht die Präsentation von Quellen und For­schungsergebnissen im Vordergrund, sondern der Prozess der wissen­schaftlichen Arbeit selbst, von der Entwicklung der Fragestellung über die Recherche bis hin zur Verschriftlichung und Präsentation der gewonnenen Erkenntnisse. Diese kann auch in modernen Formen (Präsentation, Inter­net) erfolgen. Die Themenstellungen sollen sich ab dem 2. Mastersemester zunehmend von denen der jeweils belegten Fallstudien lösen und die dort skizzierten Forschungskonzepte eigenständig auf andere Beispiele übertra­gen.
  • Ein Wahlbereich gibt den Studierenden die Möglichkeit, im Sinne der Lernfreiheit eigene Schwerpunkte zu setzen („Nebenfach“) und fachübergreifende Qualifikationen zu er­werben, z. B. technische Fähigkeiten im Umgang mit konkreten Quellen (Sprachkenntnisse, Hilfs­wissenschaften) bzw. zur Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse (EDV). In diesem Rahmen sind bis zum Ende des 3. Fachsemesters auch – sofern nicht bereits vorhanden – Sprachkenntnisse in Hebräisch und Altgriechisch zu erwerben. Dies muss also von den Studierenden nicht zu­sätzlich zum regulären Curriculum geleistet werden. Der Wahlbereich ermöglicht zum einen die Ausbildung eines persönlichen wissenschaftlichen Profils, zum anderen die Aneignung möglicherweise beschäftigungsrelevanter Zusatzqualifi­kationen, z. B. im Bereich Erwachsenenbildung.

    Im 4. Semester schreiben die Studierenden ihre Abschlussarbeiten. Die Abfassung der Masterarbeiten wird durch ein interdisziplinäres Kolloquium begleitet. Eine disziplinäre Schwerpunktsetzung erfolgt im Rahmen der Wahlmöglichkeiten, insbeson­dere aber durch die Abfassung der Masterarbeit in einer bestimmten Fachdisziplin.

    Die Neueinschreibung (Immatrikulation) im Masterstudiengang Kulturtransformationen - Antike ist für Studienanfänger nur zum Wintersemester möglich. Die Einschreibefrist wird in der Regel ab Ende September festgesetzt.

    Ausländische Studienbewerber haben bis zum 15. Juli die Zulassung bei der Universität (Studentenkanzlei) zu beantragen.

    Zusätzliche Informationen

    Preisinformation: Studiengebühren 450 Euro Semesterbeitrag - 44,50 Euro

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