Ressourcenmanagement Wasser

Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg
In Rottenburg

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  • Bachelor
  • Rottenburg
  • Dauer:
    3 Jahre
Beschreibung

Ziele des Studienganges sind, für komplexe Planungs-, Steuerungs-, Management- und Koordinationsaufgaben hochqualifizierte Absolventen auszubilden.

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Rottenburg
Schadenweilerhof, D-72108, Baden-Württemberg, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

Grundvoraussetzung für eine Bewerbung ist das Vorliegen einer Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachhochschulreife, fachgebundene Hochschulreife).

Themenkreis

Hochschulpolitische Bedeutung des Studiengangs

Die Idee des Studiengangs Ressourcenmanagement Wasser
Eine aktuelle Analyse der Studiengänge an Universitäten und (Fach)-Hochschulen hat gezeigt, dass weder in Baden-Württemberg noch in den anderen Bundesländern bislang ein vergleichbarer Studiengang existiert. In Baden-Württemberg wird mit dem neuen Studiengang im Ausbildungsprofil der Hochschulen eine entscheidende Lücke zwischen den Studiengängen der Geographie, der Hydrologie und des Wasserbaus sowie den planungspraktischen Anforderungen im nachhaltigen Umgang mit Wasser geschlossen. Der innovative und hochschulartenübergreifende Studiengang „Ressourcenmanagement Wasser“ bietet hierfür Synergien zwischen Praxisorientierung und wissenschaftlicher Grundlagenvermittlung.
An der HFR entsteht im Verlaufe des Jahres 2009 ein hochmodernes Laborgebäude, das in vielfältiger Weise zur Methodenvermittlung im Studiengang Ressourcenmanagement Wasser genutzt werden kann. Es konnte im Rahmen des Exzellenzwettbewerbs des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft in Rottenburg realisiert werden.
Der Bachelor-Studiengang Ressourcenmanagement Wasser ist weiterhin ein wichtiger Baustein der Profilierung der HFR. Der Studiengang ist ebenfalls ein Beitrag zur Stärkung des regionalen Hochschulclusters Neckar-Alb und des im Aufbau befindlichen Exzellenzclusters Tübingen-Stuttgart-Hohenheim. Die Entwicklung des Studiengangs erfolgt in engem Dialog mit „Stakeholdern“ der Hochschulpolitik, Verwaltung und berufsfeldorientierten Experten. Das Studienangebot orientiert sich an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes; die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit wird durch entsprechende Unterstützungsschreiben dokumentiert. Ende Februar 2008 fand ein Abstimmungstermin mit der IHK und Wirtschaftsvertretern statt. Hierbei wurde die Einrichtung des neuen Studienganges ausdrücklich begrüßt und gewünscht.

Konzeption und didaktische Ziele

Inhalte des Studiengangs Ressourcenmanagement Wasser
Der gesellschaftliche Umgang mit der Ressource Wasser erfordert sowohl in den Industrie-, als auch in den Entwicklungsländern zunehmend projektorientierte, multifunktionelle und inter- sowie transdisziplinäre Kompetenzen. In diesem Zusammenhang sind vielfältige Anforderungen an ein umfassendes Ressourcenmanagement Wasser zu sehen. Das Arbeitsfeld integriert angemessen die Aspekte des Umgangs mit Risiken (Hochwasser-, Erosionsschutz etc), vielfältige Nutzungskonflikte (Verfügbarkeit sowie Sauberkeit der Ressource) sowie politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen (Wasserrahmenrichtlinie, politische Ökologie). Diesen anwachsenden Aufgaben und Entwicklungsprozessen muss die Hochschulausbildung durch entsprechende Studiengänge gerecht werden.
Der Studiengang Ressourcenmanagement Wasser adressiert daher auch explizit nicht die klassischen Hochschulausbildungen wie Wasserbau oder Hydrologie, sondern sieht sich als dringend notwendige Ergänzung – sozusagen als Scharnier - zur gesellschaftlich-politischen Dimension im Handlungsfeld der Ressource Wasser. Wichtiger Aspekt ist daher die Transdisziplinarität zwischen Sozial-, Natur-, Ingenieur- und Kulturwissenschaften. Der Fokus der Kompetenzvermittlung liegt daher in einer breit angelegten Ausbildung und weniger in der bereits über existierende Studiengänge verfügbaren sektoralen Spezialisierung.
Aufbauend auf der Grundlagenvermittlung ist der ständige Querbezug zu Praxis und Gesellschaft, was die zentrale Zielsetzung des Studiengangs Ressourcenmanagement Wasser darstellt. Als Notwendige Ausbildungsprofile werden nicht nur in der Entwicklung und Anwendung von Experten- und Decision Support Systemen, sondern auch in der Entwicklung und dem sicheren Umgang mit wasserwirtschaftlichen und geographischen Informationssystemen sowie der Modellierung und Simulation gesehen. Diese technischen Hilfsmittel werden zur Darstellung von komplexen Systemen und Prozessen sowie deren Optimierung eingesetzt.
Über die fachspezifischen Kenntnisse hinaus werden innerhalb des Studienganges vielfältige Schlüsselkompetenzen und Softskills vermittelt. Die Inhalte der Schlüsselqualifikationen beziehen sich auf ein umfangreiches Managementwissen sowie Handlungs- und personale Kompetenzen, Internationalität und Praxiserfahrungen. Der Praxisbezug in Verbindung mit einer ausgeprägten Projektorientierung sowie die wissenschaftliche Qualität des Ausbauangebotes führt zur erfolgreichen Ausbildung von überdurchschnittlich qualifizierten Absolventen. Die Aufgaben der späteren Absolventen werden sich auf kommunaler bis internationaler Ebene mit einem der brennendsten Zukunftsthemen und aktuellen globalen Fragestellungen fundiert beziehen. Der Studiengang weist somit sowohl in fachlich-inhaltlicher Hinsicht, als auch in Bezug auf die Hochschulregion herausragende Alleinstellungsmerkmale auf.

Fachliche Ausrichtung – Arbeitsfelder
Der Bachelorstudiengang Ressourcenmanagement Wasser ist als anwendungsorientierter, siebensemestriger Studiengang angelegt. Ansprüche und Ziele des Studienganges sind, für komplexe Planungs-, Steuerungs-, Management- und Koordinationsaufgaben hochqualifizierte Absolventen auszubilden.

Organisation des Studiengangs

Lehrinhalte im Grundstudium
Im ersten Semester werden Schwerpunkte bewusst auf die breit angelegte Grundlagenvermittlung mit einem Fokus auf die naturwissenschaftlichen Grundlagen gelegt. Ergänzend erfolgen die ersten Einführungen in die IT Welt im Kontext mit der Vermittlung von weiteren wichtigen Schlüsselqualifikationen im Bereich der Kommunikation. Dazu gehört auch die Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten und Methoden der Kommunikation und Präsentation. Des Weiteren werden den Studierenden Fremdsprachen wie Spanisch, Schwedisch und Englisch angeboten.
Ein weiteres Lehrfeld ist die Vermittlung der gesellschaftswissenschaftliche Bezüge zur Ressource Wasser.
Im zweiten Sommersemester gibt es zahlreiche Veranstaltungen die mit Geländeerfahrungen verbunden sind. Dabei werden die Themengebiete des Naturschutzes, wie zum Beispiel das Management von Feuchtgebieten, eine große Rolle spielen. Die weiteren Module vertiefen bzw. ergänzen Kenntnisse im Wassermanagement und GIS-Bereich, die eine essentielle Voraussetzung für eine erfolgreiche Durchführung des Praxissemesters sind. Da Geographische Informationssysteme zum Kernkompetenzspektrum zählen und das zukunftsorientierte Wassermanagement zunehmend die Integration von flächendifferenzierter Mess- und Auswertungsmethoden erfordert, zieht sich die Vermittlung der entsprechenden Methodenkompetenz als roter Faden durch den kompletten Studiengang.

Lehrinhalte im Hauptstudium
Im vierten Semester ist auch das interdisziplinäre Projekt erwähnenswert. Es erfordert eine enge Zusammenarbeit im Team sowie eine Anwendung des bislang erworbenen Wissens für eine adäquate Umsetzung. Das Projekt bereitet die Studierenden auf das Praxissemester (5. Fachsemester) vor, das einen umfassenden Einblick in die spätere berufliche Tätigkeit sowie den Aufbau von Kontakten zu potentiellen Arbeitgebern ermöglichen soll. Durch die gewählte Zeitdauer ist die Absolvierung des Praxissemester in einem internationalen Rahmen möglich. Dies eröffnet den Studierenden die Option, sich schon in diesem Stadium z.B. im Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit zu profilieren.
Nach der Rückkehr aus dem Praxissemester können die TeilnehmerInnen zwischen verschiedenen Wahlpflichtmodulen wählen, um sich so bereits in bestimmten Tätigkeitsfeldern, wie zum Beispiel in der Entwicklungshilfezusammenarbeit, zu spezialisieren. Vermittelt werden weitere wichtige Schlüsselqualifikationen wie partizipative Planungs- und Kommunikationsprozesse, die im Projektmanagement von Bedeutung sind. Im abschließenden Semester werden ergänzende Laborerfahrungen durch das Modul aquatische Ökotoxikologie und vertiefende Kenntnisse im Bereich der Umweltpolitik durch das Modul Aspekte der Umweltökonomie vermittelt. Der Schwerpunkt innerhalb des Semesters liegt jedoch in der Anfertigung der Bachelorarbeit (Thesis), mit welcher die Absolventen ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen, innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens eine Fragestellung umfassend zu bearbeiten und dabei den Anforderungen an korrektes wissenschaftliches Arbeiten gerecht zu werden.

Dauer: 7 Semester

Beginn: Wintersemester

Bewerbungsfrist: 15 Juli

Zusätzliche Informationen

Preisinformation: Studiengehüren: 500,- EUR

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