Versuchsmethodik und Lebensdauererprobung in der Praxis

Technische Akademie Wuppertal
In Nürnberg

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Wichtige informationen

  • Kurs
  • Nürnberg
  • Dauer:
    1 Tag
  • Wann:
    Freie Auswahl
Beschreibung

Zum Seminar Versuchsmethodik und Lebensdauererprobung in der Praxis Versuche sind ein elementarer Bestandteil jeder Produkt­ent­wicklung. Verlässliche Versuchsergebnisse sind ein entschei­dender Wettbewerbs­faktor, da sie die wichtigste Infor­ma­ti­ons­quelle während der Produktentwicklung darstellen und somit häufig über Erfolg oder Misserfolg eines Produktes ent­scheiden sind. Die Basis aussa­ge­kräf­tiger Versuchsergebnisse wird bereits in

der Planung der Versuche gelegt. Dafür sind statistische Grund­lagen ebenso erfor­derlich wie die Anwendung verschiedener Möglich­keiten der Planung und Auswertung von Versuchen.

Das gilt insbe­sondere für die Lebensdauererprobungen, die in der Praxis häufig nicht zielge­richtet durch­ge­führt werden und deren Ergeb­nisse oftmals eine mangelnde Aussa­ge­kraft aufweisen. Ziel des Seminars ist es, den Teilnehmern die notwen­digen statistischen Grund­lagen für eine effiziente und aussage­kräftige Planung und Auswertung von Versuchen zu vermitteln. Am zweiten Tag lernen die Teilnehmer die verschiedenen Möglich­keiten zur Lebensdauererprobungen von Produkten kennen und üben deren Anwendung an praxisrelevanten Beispielen. An beiden Seminar­tagen steht die praktische Anwendung des Wissens im Vorder­grund.

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Veranstaltungsort(e)

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Nürnberg
Bayern, Deutschland

Häufig gestellte Fragen

· Welche Ziele werden in diesem Kurs verfolgt?

Teilnehmerkreis (m/w): Versuchsingenieure, Fach- und Führungskräfte aus Entwicklung und Versuch, Produktentwickler

Was lernen Sie in diesem Kurs?

Planung

Themenkreis

Seminarinhalt: Versuchsmethodik und Lebensdauererprobung in der Praxis

  1. Notwen­digkeit Versuch: Bedeutung, Versuchsarten (Zusam­men­hänge ermitteln, Modellvalidierung, Funktionsentwicklung, Validierung Funktion & Lebens­dauer)
  2. Daten­er­fassung: Grund­lagen Messmittelfähigkeit, Genau­igkeit, Auflösung, welche Daten --> Versuchsplanung; Beispiel zu Genauigkeit/Auflösung
  3. Vorgehensweisen der Versuchs­durch­führung:
    Trial and Error, OFAT, paarweiser Vergleich, Shainin, DoE, Matrix
  4. Versuchsstrategie: Detaillierung Versuchsauftrag (Aufgabe & Versuchsziel, warum, welche Teile, wie, was nicht, Berichtswege (wer wird wann informiert?), Zeit-, Kosten-, Kapazitäts- u.Genau­igkeitsanforderungen), Analyse der Zusam­men­hänge (Ishikawa, Black-Box-Betrachtung)
  5. Datenauswertung / statistische Grund­lagen: Mittelwert, Streuung, Standard­ab­wei­chung (inkl. Idee Six Sigma), Verteilungs­funktionen, Vertrauensbereich Ausreißer
  6. Zufall oder Syste­matik: Ursachen für unter­schied­liche Versuchsergebnisse, Repro­du­zier­barkeit, Genauigkeits­anforderungen im Versuch
  7. Datenauswertung / Korre­lation:
    Ableitung von Zusam­men­hängen
  8. Grundidee DoE:
    Grund­lagen, vollfaktorielle Versuchspläne
  9. Besondere Aspekte der Versuchsplanung
  10. Grund­lagen Zuver­läs­sig­keits­technik:
    Was ist Zuver­läs­sigkeit? Zuver­läs­sigkeits­methoden;
    häufige Aufgabenstellungen der Praxis
  11. Arten von Lebens­dauerversuchen:
    typische Anfor­de­rungen und Randbe­din­gungen,
    Unter­scheidung der Art der Nachweisführung
  12. Planung von Lebens­dauerversuchen ohne Ausfälle: Methode "success run", Vorgehen, Annahmen, Durch­führung, Diagramme und Nomogramme, Berück­sich­tigung variabler Prüfzeiten
  13. Weibull-Analyse: Badewannenkurve, Auswertung von Ausfällen (Ermitteln der Ausfall­wahr­schein­lichkeit), Grund­lagen der 2-und 3-parametrigen Weibullverteilung, Anwendung der Weibullverteilung
  14. Zensierung von Daten: vollständige Daten, zensierte Daten und deren Berück­sich­tigung in Auswertungen, Versuchsplanung und -auswertung nach der Methode "sudden death"
  15. Planung von Versuchen mit Ausfällen: Planung auf Basis der Weibullverteilung unter Berück­sich­tigung von Vertrauensbereichen, Möglich­keiten der Monte-Carlo-Simulation
  16. Beschleu­nigte Lebens­dauererprobung: Laststeigerung zur Erzielung von Ausfällen in kürzerer Zeit, Testen in Spezi­fi­kation und bis zu Zerstörgrenzen; HALT, HASS, QALT
  17. Modelle der "Physics of failure": Modelle,
    Anwen­dungs­mög­lich­keiten, Beschleunigungs­faktoren, Softwareunterstützung

Erfolge des Zentrums

Zusätzliche Informationen

Ihr Seminarleiter: Dr.-Ing. Tobias Leopold, Zusmarshausen