Deutsch - Lehramt an Gymnasien

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
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  • Master
  • Kiel
  • Dauer:
    2 Jahre
Beschreibung

Der Masterstudiengang Deutsch qualifiziert die Studierenden in erster Linie für das Lehramt Deutsch an Gymnasien. Darüber hinaus sind die Absolventinnen und Absolventen ihrer didaktischen Ausbildungsanteile wegen für alle Berufsfelder qualifiziert, in denen die mit dem Studienfach Deutsch verbundenen Kompetenzen zugleich mit didaktischen bzw. pädagogischen Aufgaben verbunden sind.

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
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Kiel
Schleswig-Holstein, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

Grundsätzlich allgemeine Hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife.

Themenkreis

Deutsch, Master of Education:
Der Masterstudiengang Deutsch baut im Regelfall auf den im Bachelorstudiengang Deutsch erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten auf, um sie auf wissenschaftlichem Reflexionsniveau quantitativ und qualitativ weiterzuentwickeln. Die theoriebasierte Vertiefung der Textarbeit in komplexeren und/oder spezialisierten Problemzusammenhängen wird mit fachdidaktischen Ausbildungsanteilen kombiniert, um die Absolventen in erster Linie für das gymnasiale Lehramt im Fach Deutsch zu qualifizieren.

In folgenden Bereichen erwerben die Studierenden fachliches Aufbauwissen:
Deutsche Literatur:

  • vertiefte Kenntnis der deutschen Literaturgeschichte im Kontext der europäischen Literatur-, Medien-, Ideen- und Kulturgeschichte
  • methodengeleitete Erschließung und Vermittlung literarischer Texte bzw. audiovisueller Medien in spezialisierten Problemzusammenhängen
  • vertieftes Problembewusstsein von wissenschaftlichen Verfahren der Begriffsbildung (Epochen, Gattungen, Methodologien)
  • vertiefte Kenntnis der aktuellen wie historischen Literatur- und Medientheorien
  • erweiterte Kenntnis der Basis-Disziplinen Rhetorik, Poetik/Ästhetik, Narratologie

Deutsche Sprachwissenschaft:

  • vertieftes, theoriebasiertes Wissen zu den verschiedenen Systemebenen der deutschen Sprache (Phonologie, Orthographie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmatik, Textsorten), wahlweise mit Bezug auf das Hochdeutsche oder Niederdeutsche
  • vertiefte Kenntnis der wichtigsten historischen Entwicklungen in der deutschen Sprache sowohl in Bezug auf die Sprachepochen (Althochdeutsch/Altsächsisch, Mittelhochdeutsch/Mittelniederdeutsch, Frühneuhochdeutsch/Frühneuniederdeutsch, Neuhochdeutsch/Neuniederdeutsch) als auch in Bezug auf die historischen Längsschnitte in den Bereichen Phonologie, Graphematik, Morphologie, Syntax, Semantik und Pragmatik
  • vertieftes Problembewusstsein in sprachwissenschaftlichen Fragestellungen, Untersuchungsmethoden und Theorieansätzen
  • profunde Kenntnis der wichtigsten Forschungsparadigmen in der zeitgenössischen deutschen Sprachwissenschaft

Fachdidaktik:

  • vertiefte anwendungsorientierte Fähigkeiten und Fertigkeiten bei der Vermittlung komplexer literatur- und sprachwissenschaftlicher Sachverhalte
  • vertiefte Kenntnis aktueller didaktischer Modelle und Konzeptionen sowie die Fähigkeit, diese in der schulischen Praxis umzusetzen
  • Kompetenz in der fachdidaktischen Aufbereitung wissenschaftlicher Inhalte für die einzelnen Wissensniveaus der Zielgruppen (Schüler)

Niederdeutsche Sprach- und Literaturwissenschaft und Fachdidaktik:

  • Das fachliche Aufbauwissen entspricht dem unter Deutscher Literatur, Deutscher Sprachwissenschaft und Fachdidaktik Aufgeführten, bezieht sich aber immer auf niederdeutsche Inhalte.


In den folgenden Bereichen erwerben die Studierenden Methodenkompetenz:
Deutsche Literatur:

  • theoriebasierte Fähigkeit, literarische Texte in ihrer Konstruiertheit zu reflektieren und in historischen Zusammenhängen zu problematisieren
  • vertiefte Fähigkeit, Problemzusammenhänge in mündlicher wie schriftlicher Form sachgerecht aufzubereiten und - unter Medieneinsatz - zielgruppenspezifisch zu vermitteln

Deutsche Sprachwissenschaft:

  • vertiefte Fähigkeit, sprachliche Äußerungen der Gegenwart in ihren unterschiedlichen medialen Erscheinungsformen im Hinblick auf die sie konstituierenden sprachlichen Merkmale hin mit Hilfe eines sprachwissenschaftlichen Methodenarsenals zu erfassen, zu analysieren und zu reflektieren
  • vertiefte Fähigkeit, historische Texte mit Hilfe des Methodenarsenals der historischen Sprachwissenschaft zu erfassen, zeitlich, räumlich und sozial zu situieren und ihren Quellenstatus angemessen zu reflektieren
  • vertiefte Fähigkeit, Problemzusammenhänge in mündlicher wie schriftlicher Form sachgerecht aufzubereiten und - unter Medieneinsatz - zielgruppenspezifisch zu vermitteln

Die Kompetenzen können wahlweise im Umgang mit hochdeutschen oder niederdeutschen Textmaterialien erworben werden. Darüber hinaus werden im Rahmen einer zweistündigen Wahlpflichtveranstaltung Grundkenntnisse im Bereich der niederdeutschen oder friesischen Sprache vermittelt.
Fachdidaktik:

  • Fähigkeit, Unterrichtskonzepte für den Sprach- und Literaturunterricht des Deutschen sowie den Medienunterricht unter Berücksichtigung sprach-, literatur- und medienwissenschaftlicher Erkenntnisse zu entwickeln
  • Fähigkeit, sprach-, literatur- und mediendidaktische Konzeptionen und Modelle zu reflektieren und in unterrichtspraktischen Zusammenhängen zu problematisieren
  • Fähigkeit, Inhalte des Sprach- und Literaturunterrichts des Deutschen sowie des Medienunterrichts auf individuelle und soziale Probleme in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler zu beziehen, sie für den Unterricht auszuwählen und didaktisch zu modellieren
  • Fähigkeit, den Unterricht in den drei Bereichen des Deutschunterrichts pädagogisch und fachlich angemessen und unter Einbeziehung fächerübergreifender Aspekte zu planen, durchzuführen und zu analysieren
  • Fähigkeit, Schülerleistungen im Sprach- und Literaturunterricht des Deutschen sowie im Medienunterricht zu ermitteln, zu diagnostizieren und zu bewerten
  • Fähigkeit, fachbezogen aktuelle Instrumente und Modelle der Lernevaluation zu reflektieren

Niederdeutsche Sprach- und Literaturwissenschaft und Fachdidaktik:

  • Die Methodenkompetenz entspricht dem unter Deutscher Literatur, Deutscher Sprachwissenschaft und Fachdidaktik Aufgeführten, bezieht sich aber immer auf niederdeutsche Inhalte.


Im Masterstudiengang erwerben die Studierenden folgende berufsfeldbezogene Qualifikationen:

  • breite literatur-, sprach-, medien- und kulturgeschichtliche Allgemeinbildung
  • umfassende Erfahrungen mit den wichtigsten Recherche-Instrumenten und
    -Strategien
  • reflektiertes Diskussionsverhalten, das an wissenschaftlichen Spezialproblemen geschult ist
  • professionelle Kompetenz in der zielgruppenspezifischen Aufbereitung und Vermittlung komplexer wissenschaftlicher Sachverhalte, insbesondere für schulische Kontexte
  • literaturwissenschaftlich elaborierte Problemlösungskompetenz im Umgang mit Texten bzw. textähnlichen Sachverhalten
  • vertiefte sprachwissenschaftlich fundierte Problemlösungskompetenz im Umgang mit allen Erscheinungsformen der deutschen Sprache (von der Einzeläußerung zu hochkomplexen Texten, mündlich, schriftlich, diasituativ, diastratisch, diatopisch, diachron etc.)
  • vertiefte fachdidaktische Kompetenzen in Theorie und Praxis


Die Regelstudienzeit für den Masterstudiengang Deutsch (Master of Education) beträgt 4 Semester.

Besonderes Profil des Studienfaches

An der CAU Kiel vertreten zwei Einrichtungen das Fach Deutsch bzw. die Deutsche Philologie: Das Germanistische Seminar ist zuständig für das Fachgebiet Deutsche Sprachwissenschaft / Ältere Deutsche Literaturwissenschaft, außerdem für Deutsch als Fremdsprache (Zusatzfach). Das Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien ist zuständig für das Fachgebiet Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, außerdem für Medien- und Theaterwissenschaft. Die Niederdeutsche Abteilung des Germanistischen Seminars ist zuständig für das Fachgebiet Niederdeutsche Philologie (Niederdeutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Fachdidaktik des Niederdeutschen).
Das Studienfach ist in drei Schwerpunkte gegliedert. Als Schwerpunkt ist entweder die Linguistik der Gegenwartssprache oder die Neuere Deutsche Literaturwissenschaft zu wählen. Auf diese Weise wird die für die Schule notwendige gesamte Breite des Faches Deutsch im Studium verpflichtend gemacht, jedoch auch eine Vertiefung in einem wesentlichen Schulbereich ermöglicht. Weiterhin ist bei allen Inhalten die Wahl des Niederdeutschen als Gegenstand möglich.

Sonstige Kenntnisse und Praktika

Eine berufliche Vorbildung oder ein Praktikum sind nicht Voraussetzung für die Aufnahme des Studiums. Es wird aber empfohlen, sich im gewünschten Berufsbereich vor und / oder während des Studiums um Praktika zu bemühen.
Im Studiengang Master of Education ist ein obligatorisches Schulpraktikum abzuleisten.

Persönliche Neigungen

* Bereitschaft und Freude, sich in Wort und Schrift mit der eigenen Sprache (und Kultur) vertraut zu machen und die wichtigsten Werke im Original zu lesen
* Wissenschaftliche Neugier und Interesse an methodologischen Fragen
* eine sichere Beherrschung des Deutschen
* im Studiengang „Master of Education“ pädagogische Fähigkeiten sowie Freude an der Unterrichtung von Kindern und Jugendlichen

Nachbar- und Hilfswissenschaften

Deutsch, Master of Education:
Disziplinen, die die Deutsche Philologie in sachlicher und methodischer Hinsicht ergänzen, sind alle historischen, philologischen und Kunstwissenschaften, Philosophie, Psychologie, Soziologie, Medien- und Verlagswesen

Studienbeginn: zum Winter- oder Sommersemester (Wintersemester empfohlen)

Für Fächer, die einer Zulassungsbeschränkung unterliegen, wird die Einschreibfrist mit dem Zulassungsbescheid mitgeteilt.

Für Studiengänge ohne Zulassungsbeschränkungen findet kein Auswahlverfahren statt; damit erübrigt sich eine vorherige Anmeldung oder Bewerbung.

Bewerbungsfrist für Wintersemester

am 21. und 22. September

Bewerbungsfrist für Sommersemester

vom 1. Dezember bis 15. Januar

Zusätzliche Informationen

Preisinformation: Der Semesterbeitrag beträgt im Wintersemester 2009/10: 102,00 €.

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