Dynamik in Gruppen 1: Gruppe und Leitung (Wahlbaustein Nr. 10a)

IWL Seminare GmbH
In München(Region Nord)

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Wichtige informationen

  • Seminar
  • Anfänger
  • München(region nord)
  • Dauer:
    4 Tage
Beschreibung

Lernziele: Im Mittelpunkt dieses Seminars stehen psychologische Modelle, Sichtweisen und Interventionen, die es Ihnen erleichtern,. Die Gruppendynamik als einen notwendigen, fortlaufenden und (begrenzt) steuerbaren Entwicklungsprozess zu begreifen, der es der Gruppe ermöglicht, gemeinsame Zielvorstellungen zu entwerfen und sich auf neue Herausforderungen einzustellen. Die Aufgabe der Leitung besteht darin, diesen Prozess mittels geeigneter Interventionen "im Fluss" zu halten und beim "Stocken" oder "Hochkochen" der Dynamik die Gruppe bei der anstehenden Weiterentwicklung zu unterstütz

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
München(Region Nord)
Türkenstraße 70, 80799, Bayern, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

Vorausgesetzt wird der Grundkurs Nr. 1.

Dozenten

Eberhard Stahl
Eberhard Stahl
Referent

Jahrgang 1958, Diplom-Psychologe Studium in Hamburg, Zusatzausbildung in Gesprächspsychotherapie und SKAN-Körpertherapie; langjährige Tätigkeit als Psychotherapeut und Eheberater. Seit 1989 selbständiger Berater und Trainer in Wirtschaft und Non-Profit-Bereich, Mitglied im "Arbeitskreis Kommunikation und Klärungshilfe", Arbeitsschwerpunkte: Kommunikation, Führung und Teamentwicklung. Autor des Buches: "Dynamik in Gruppen - Handbuch der Gruppenleitung", erschienen im Beltz Verlag.

Karen Zoller
Karen Zoller
Referent

Jahrgang 1973, Diplompsychologin Kommunikationstrainerin und Beraterin, Veranstalterin von Führungstrainings mit Pferden, Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg, Weiterbildung in Psychodrama und Systemischem Coaching / Supervision, Arbeitsschwerpunkt: Kommunikation in der Führungsrolle.

Themenkreis

Einführung:

Als Trainer/innen oder Moderatoren haben wir es in der Regel mit Gruppen zu tun. Hier gilt: "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile"! Unweigerlich entsteht ein Kräftespiel, das jeden Einzelnen ergreift und das Geschehen konstruktiv oder destruktiv entscheidend mitbestimmt, sei es über oder unter der Oberfläche. Je besser sich nun der Leiter/die Leiterin mit den unvermeidlichen Gruppenprozessen auskennt (Konflikte, Konkurrenz, Hackordnung, Abwehr, Trotz usw.), umso besser kann er/sie damit umgehen und so darauf einwirken, dass sich ein lebendiges und vertrauensvolles Lern- und Arbeitsklima entwickeln kann.

Lernziele:

  • Tabuisierte und konfliktbesetzte Themen (wie Konkurrenz, umstrittene Zugehörigkeit, Verfehlen von Leistungszielen, Umgang mit Gefühlen, Antipathie, Unzufriedenheit mit der Leitung usw.) frühzeitig zu erkennen. Jede Gruppe muss von Zeit zu Zeit Konflikte und manchmal sogar Krisen bewältigen, um sich neuen oder bislang vermiedenen Themen zu stellen. Auch wenn der Ausgang solcher Auseinandersetzungen nie restlos vorhersehbar und planbar ist., besteht die Aufgabe der Leitung nicht darin, sie zu unterdrücken oder "wegzumoderieren", sondern sie rechtzeitig und unerschrocken anzugehen;
  • Prozess, Struktur und Aufgabenprofil einer Gruppe so beschreiben zu können, dass daraufhin begründete Vermutungen über die zu erwartende Dynamik und anzustrebende Ziele angestellt werden können;
  • die Entwicklung und Festschreibung von Rollen ("Streber, "Rebell", "Versager"...) in Gruppen (auch) als eine Form der Bearbeitung notwendiger (unerwünschter oder "verbotener") Gruppen-Themen zu begreifen. Durch angemessene Bearbeitung der entsprechenden Themen können Rollenträger entlastet und Außenseiter integriert werden.

Seminarablauf:

1. Tag:

1. Leitvorstellungen zum Seminar

2. Gruppenprozess 1: a.) Die 5 Phasen des Gruppenprozesses im Überblick u. b.) "Forming" - die Geburt der Gruppe: phasenspezifische, seelische und zwischenmenschliche Vorgänge, diagnostische Gesichtspunkte, Interventionsansätze, Chancen und Risiken (Kurzvortrag mit Übungen)

3. Gruppenstruktur 1: Das "Gruppenfeld" und sein Spannungsverhältnis zu den Gruppenzielen; Krisen in Gruppen - Anwendung des Riemann-Modells auf Gruppen. (Kurzvortrag mit Übungen)

4. Workshop 1: (Schwerpunkte je nach Bedarf)

* Lernprojekte (Übungsaufgaben zur Diagnose von Prozessen vor Ort)
* Trainingseinheiten (zur Erprobung von Interventionen vor Ort)
* Selbsterfahrungselemente (zur Reflexion des persönlichen Gruppenverhalten und -erlebens)
* Metakommunikation (zur Nutzung des gemeinsamen Erlebnishintergrundes der Seminargruppe)
* Fallarbeit (an realen Gruppensituationen der Teilnehmer/innen)

2. Tag:

1. Aussprache über den bisherigen Seminar- und Prozessverlauf

2. Gruppenstruktur 2: Themen im Gruppenfeld - die thematische Landkarte - die Landkarte der Entwertungen - Themenbearbeitung (Kurzvortrag mit Übungen)

3. Gruppenprozess 2: "Storming" - die konstruktive Austragung notwendiger Zielkonflikte: phasenspezifische seelische und zwischenmenschliche Vorgänge, diagnostische Gesichtspunkte, Interventionsansätze, Chancen und Risiken. (Kurzvortrag mit Übungen)

4. Workshop 2: (Schwerpunkte je nach Bedarf)

* Lernprojekte (Übungsaufgaben zur Diagnose von Prozessen vor Ort)
* Trainingseinheiten (zur Erprobung von Interventionen vor Ort)
* Selbsterfahrungselemente (zur Reflexion des persönlichen Gruppenverhalten und -erlebens)
* Metakommunikation (zur Nutzung des gemeinsamen Erlebnishintergrundes der Seminargruppe)
* Fallarbeit (an realen Gruppensituationen der Teilnehmer/innen)

3. Tag:

1. Aussprache über den bisherigen Seminar- und Prozessverlauf

2. Gruppenstruktur 3: Rollen als Träger von unterschwelligen Gruppenthemen - 'Machtverteilung' und 'Leiterakzeptanz' im Gruppenfeld. (Kurzvortrag mit Übungen)

3. Gruppenprozess 3: 'Norming', 'Performing', 'Reforming': Entwicklung, Erprobung und Überprüfung des 'Gruppenvertrages': phasenspezifische seelische und zwischenmenschliche Vorgänge, diagnostische Gesichtspunkte, Interventionsansätze, Chancen und Risiken. (Kurzvortrag mit Übungen)

4. Workshop 3: Schwerpunkte je nach Bedarf)

* Lernprojekte (Übungsaufgaben zur Diagnose von Prozessen vor Ort)
* Trainingseinheiten (zur Erprobung von Interventionen vor Ort)
* Selbsterfahrungselemente (zur Reflexion des persönlichen Gruppenverhalten und -erlebens)
* Metakommunikation (zur Nutzung des gemeinsamen Erlebnishintergrundes der Seminargruppe)
* Fallarbeit (an realen Gruppensituationen der Teilnehmer/innen)

4. Tag:

1. Aussprache über den bisherigen Seminar- und Prozessverlauf

2. Integration: Das Zusammenwirken von Prozess- und Strukturperspektive beim Leiten von Gruppen.

3. Theoretische und/oder praktische Ergänzungen je nach Interessenschwerpunkten der Teilnehmer.

4. Schlussresümee

Lektüre zum Kurs:

Eberhard Stahl: "Dynamik in Gruppen" , Beltz Verlag, 2. Aufl. 2007

Umfangreiches Nachbereitungsmaterial ist in den Seminarunterlagen enthalten.

Zeitplan:

Beginn 9.00 Uhr. (1. Tag 11.00 Uhr) - Ende gegen 19.15 Uhr (1. Tag 19.30 Uhr). Von 13.00 Uhr - 15.00 Uhr Mittagspause.

Das Seminar endet am 4. Tag gegen 12.45 Uhr. Es wird empfohlen, keine Abendterminverpflichtungen einzugehen.

Vorbereitungsempfehlungen:

Aspekte dieses Kurses, welche die individuelle Persönlichkeit betreffen, werden im Kursus Nr. 5 vertieft ("Leitungsrolle u. persönliche Entwicklung - vormals Kommunikation u. Persönlichkeit"). Hier hingegen erfährt der Gruppenaspekt seine Vertiefung und Ausgestaltung. Mit den Kursen 7a und 7b besteht ein wechselseitiges Ergänzungsverhältnis, da dort der konstruktive Umgang mit Konflikten – auch in Gruppen - im Mittelpunkt steht.


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