Europäische und internationale Werkstoff-Normung

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  • Seminar
  • Fortgeschritten
  • Stuttgart
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    1 Tag
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Stuttgart
Hamletstr. 11, 70563, Baden-Württemberg, Deutschland
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Themenkreis

Internationale Vergleichbarkeit der Werkstoffbezeichnungen

- Europäische Normung für Stähle und Eisengusswerkstoffe

- Benennung der Aluminium-, Kupfer- und Magnesiumlegierungen nach europäischen Normen

- Interpretation der Bezeichnungen im Hinblick auf die Verarbeitbarkeit

- Vergleich mit den früheren (DIN-)Werkstoffbezeichnungen

- US-amerikanisches Bezeichnungssystem nach SAE / AISI und ASTM

- Vorgehensweise der betrieblichen Umstellung

verwechslungen von Werkstoffen sicher vermeiden und europäische Werkstoffbezeichnungen richtig interpretieren

Beginn: 9.00 Uhr

Programm

1. Einführung in die Thematik

- Übersicht und Grundsätzliches zur europäischen und internationalen Werkstoffnormung - Internationale Vergleichbarkeit der Werkstoffbezeichnungen - Entwicklung einer einheitlichen europäischen Normung

2. Stahl-Normung

- Stahlnormung durch Kurznamen (DIN EN 10027-1) - Kennzeichnung nach der Verwendung oder den mechanischen und physikalischen Eigenschaften - Kennzeichnung nach der chemischen Zusammensetzung - Werkstoff-Nummernsystem (DIN EN 10027-2) - Normung von Stahlguss (DIN EN 10027-1)

3. Normung von Gusseisen-Werkstoffen (DIN EN 1560)

4. Normung von Aluminium-Werkstoffen

Aluminium-Knetwerkstoffe

- Numerisches Bezeichnungssystem (DIN EN 573-1) - Bezeichnungssystem mit chemischen Symbolen (DIN EN 573-2) - Kennzeichnung und Interpretation des Werkstoffzustandes (DIN EN 515)

Aluminium-Gusswerkstoffe

- Numerisches Bezeichnungssystem (DIN EN 1780-1) - Bezeichnungssystem mit chemischen Symbolen (DIN EN 1780-2)

5. Normung von Kupfer-Werkstoffen

- Numerisches Bezeichnungssystem (DIN EN 1412) - Bezeichnungssystem mit chemischen Symbolen (ISO 1190-1) - Kennzeichnung des Werkstoffzustandes (DIN EN 1173) - Kennzeichnung unlegierter Kupferwerkstoffe (DIN EN 1976)

6. Normung von Magnesium-Werkstoffen

- Bezeichnungssystem nach DIN EN 1754 - Bezeichnungssystem nach ASTM B275

7. Normung von Kunststoffen (optional)

- Basispolymere nach DIN EN ISO 1043-1 - Füll- und Verstärkungsstoffe nach DIN EN ISO 1043-2 sowie ausgewählte Formmassen

8. US-amerikanisches Bezeichnungssystem für Stähle (SAE / AISI und ASTM) sowie amerikanisches Werkstoffnummernsystem (UNS)

9. Vorgehensweise bei der betrieblichen Umstellung auf europäische und internationale Werkstoffbezeichnungen

10. Praxis- und Übungsbeispiele

Zum Thema:

Die Benennung von Werkstoffen erfolgt heute nahezu ausschließlich auf der Basis europäischer Normen. Dennoch sind in der Praxis die alten DIN-Bezeichnungen noch weit verbreitet, obwohl diese bereits vor mehr als drei Jahrzehnten zurückgezogen wurden, wie das Beispiel „St37" zeigt. Auch die entsprechend benannten Werkstoffe werden längst nicht mehr erschmolzen.

Im Hinblick auf die Beschaffung oder die Teilefertigung sowohl auf dem europäischen als auch auf dem Weltmarkt, ist die Frage der Austauschbarkeit der Werkstoffe aus verschiedenen Ursprungsländern von größter Bedeutung. Eine ungültige Werkstoffbezeichnung kann nicht nur zu fehlerhaften Lieferungen führen, eine Werkstoffverwechslung kann im Schadensfall auch hohe Kosten verursachen.

Daher ist es wichtig, dass alle am Entstehungsprozess eines technischen Produktes Beteiligten, vom Einkauf über die Konstruktion und Fertigung bis zum Vertrieb, mit der neuen Benennung vertraut sind.

Die Teilnehmer des Seminars lernen daher, die neuen Werkstoffbezeichnungen zu entschlüsseln. Sie werden darüber hinaus auch in der Lage sein, die Bezeichnungen im Hinblick auf die Verarbeitung sicher zu interpretieren.

Es ist weiterhin unbekannt, dass die Umstellung auf europäische Werkstoffnormen in vielen Fällen eine gravierende Änderung der Werkstoff- und Verarbeitungseigenschaften zur Folge hatte. Weiterhin sind (DIN-)Werkstoffe entfallen und neue Werkstoffe hinzugekommen sind. Den Teilnehmern werden außerdem verfügbare Techniken der betrieblichen Umschlüsselung auf europäische Werkstoffbezeichnungen vorgestellt.

Letztlich wird am Beispiel des US-amerikanischen Bezeichnungssystems für Stähle nach SAE / AISI und ASTM die Problematik der internationalen Werkstoffnormung besprochen und ihre Grenzen aufgezeigt.

Die Seminarinhalte werden anhand von Praxis- und Übungsbeispielen vertieft.

Referent:
Prof. Dr.-Ing. V. Läpple, Hochschule Reutlingen


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