Quadratische Vortragskunst in Wort und Bild (Wahlbaustein Nr. 3)

IWL Seminare GmbH
In München(Region Nord)

1.700 
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Wichtige informationen

  • Seminar
  • Anfänger
  • München(region nord)
  • Dauer:
    4 Tage
Beschreibung

Ziel ist es, die der eigenen Person und Situation gemäßen Entwicklungspotentiale und bedürfnisse zu erkennen und durch Übungen zu erweitern. Obwohl die Situation 'da vorne' den meisten Menschen zunächst einmal Unbehagen bereitet, können wir lernen, sie so zu gestalten, dass wir uns wohl in unserer Haut fühlen und unsere Botschaft in geeigneter Weise an den Mann und an die Frau bringen. Das Seminar ist außerordentlich spielerisch und anwendungsorientiert; Fettnäpfchen und Bauchlandungen sind ebenso willkommen wie 'perfekte' und inspirierende Reden und Inputs.
Gerichtet an: Der Kurs eignet sich für blutige, zittrige Anfänger genauso wie für alte Hasen, die lernen wollen, festgefahrene Muster aufzulockern und mit neuem Elan und neuen Ideen Altbekanntes anzugehen.

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
München(Region Nord)
Türkenstraße 70, 80799, Bayern, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

Vorherige Teilnahme am Grundkurs (Nr. 1) wird empfohlen. Interessenten, die den Grundkurs nicht besucht haben, werden gebeten, vor der verbindlichen Anmeldung Kontakt mit den Referenten aufzunehmen. Die Tel.-Nummern erhalten Sie von Frau Seidl.

Dozenten

Johannes Ruppel
Johannes Ruppel
Referent

Freiberuflicher Kommunikationsberater und -trainer im Schwerpunkt mit Führungskräften aus privatwirtschaftlichen Unternehmen und öffentlichen Institutionen. Er gehört seit 1991dem Arbeitskreis Kommunikation und Klärungshilfe an und ist Autor (zusammen mit Friedemann Schulz von Thun und Roswitha Stratmann) des Buches: "Miteinander reden: Kommunikationspsychologie für Führungskräfte." Rowohlt Verlag, 2000.

Maud Winkler
Maud Winkler
Referent

Studium der Psychologie und Zusatzausbildung in Psychodrama und in systemischer Beratung und Organisationsaufstellungen. Seit 1994 selbständige Trainerin und Beraterin mit eigener Praxis für Coaching und Psychotherapie. Arbeitsschwerpunkte: Train the Trainer, Führung, Coaching und Teamtrainings. Autorin des Buchs "Reden - Handbuch der kommunikationspsychologischen Rhetorik" zusammen mit Anka Commichau

Themenkreis

Einführung:

Die Rede zum 60. Geburtstag eines verdienten Mitarbeiters, das Fachreferat vor Kollegen, der Projektbericht vorm Vorstand, die Wissensvermittlung im Training und anderswo – all diese Situationen können mich und meine Zuhörenden in einen Zustand des Glücks und der Freude versetzen, ebenso leider aber auch in quälende Angst und Frustration.

In diesem Seminar üben wir uns in der Kunst, Redesituationen aller Couleur so zu gestalten, dass sie zu einem Genuss für alle Beteiligten werden. Selbst komplexe, bedrohliche, abstrakte Sachverhalte lassen sich nämlich durchaus so vermitteln, dass sie ankommen beim Gegenüber und einen guten Dialog einleiten. Dabei leistet uns das Kommunikationsquadrat wertvolle Hilfe, indem es alle vier Anforderungen der Redesituation auf den Punkt bringt und so das Lerngeschehen sinnvoll strukturiert. Der Kurs eignet sich für blutige, zittrige Anfänger genauso wie für alte Hasen, die lernen wollen, festgefahrene Muster aufzulockern und mit neuem Elan und neuen Ideen Altbekanntes anzugehen.

Lernziele:

In diesem Kurs streben wir zwar nicht den "perfekten Rhetoriker" an, wohl aber jemanden, der sich wohl in seiner Haut fühlt und in der Lage ist, sachliche Verständlichkeit mit menschlicher Souveränität und Glaubwürdigkeit zu verbinden. Ausgehend von der "quadratischen" Kommunikationspsychologie Schulz von Thun´s unterscheiden wir vier Lehr- und Übungsfelder:

1. Das Feld der Selbstkundgabe, nach dem Motto: "Willst Du ein guter Redner sein, dann schau erst in Dich selbst hinein!" Wenn wir etwas von uns geben, geben wir auch etwas von uns - in der Regel verbessert sich die Kontaktqualität, wenn der Vortragende auch bei sachlichen Präsentationen als Mensch kenntlich und "greifbar" (freilich auch "angreifbar") wird. Aber wie und in welchem Maße, darüber entscheiden der Charakter der Situation und der eigene persönliche Stil.

2. Das Feld der Sachinformation, wobei wir uns hier mit der "handgemachten" Visualisierung und Möglichkeiten der Verlebendigung beschäftigen. Besondere Beachtung soll die "Stegreif-Visualisierung" finden, die aus dem Augenblick heraus mit schnellem Strich am Flipchart entsteht; mangelndes zeichnerisches Talent wird dabei durch Mut und Unbefangenheit ersetzt. Unter den Ideen und Techniken der "Verlebendigung" (4 Verständlichmacher) kommt der Demonstration eine besondere Bedeutung zu. Das Seminar enthält daher auch ein kleines Kreativitätstraining zur Erfindung und Einübung von Demonstrationstechniken.

3. Das Feld der Beziehung und des Kontaktes, nach dem Motto: "Willst Du ein guter Redner sein, dann laß dich auf den Hörer ein!" Hier geht es um mehr als bloß um rhetorisches Handwerkszeug (Blickkontakt, hin und wieder persönliche Ansprache). Denn der Empfänger hat ein feines Organ dafür ("Beziehungs-Ohr"), ob er wirklich gemeint ist, oder ob jemand seine Standard-Kassette abspult. Somit kommt es darauf an, zwischen der Hörerschaft und mir eine Brücke zu bauen, um sodann für den Transport meiner "Sendung" in erkennbarer Weise diese Brücke zu benutzen. Offensichtliche Bedeutung gewinnt die Beziehungsebene bei Zwischenfragen, Diskussionsbeiträgen und Zwischenrufen, also im interaktionellen Teil der Präsentation.

4. Das Feld des Appells, der wirkungsvollen Einflussnahme. In der Regel wollen wir ja nicht nur verständlich und "wertfrei" informieren, sondern die Angesprochenen auch zu etwas bewegen. Besonders in der Rolle des Trainers "predigen" wir immer auch ein bisschen (vielleicht zuviel?) und haben einen "missionarischen" Anteil in uns. Als Faustregel kann gelten: Die Ermutigungs- und Unterstützungskraft von Appellen ist etwa zehnmal so hoch einzuschätzen, wie ihre Veränderungskraft. Wenn ich die Leute nun aber in ihren Einstellungen und Verhaltensweisen ändern will? Hilft die "Methode Engelszungen"? Wie kann ich einen Vortrag gestalten, dass er verschlossene Türen einen Spalt öffnet und offene Türen nicht durch intensives Zureden zuredet?

Dieses Seminar ist sehr "feedback-intensiv". Dabei stehen im Mittelpunkt der Rückmeldungen weniger "technische" Details, als vielmehr die Frage: Wie wirken und was bewirken Sie als Person, wenn Sie mit Ihrer Botschaft und Ausstrahlung vor andere Menschen treten? Wie wirken Sie „quadratisch“: sachlich, menschlich, zwischenmenschlich und einflussmäßig?

Seminarablauf:

1. Tag: Motto: Ich mit mir selbst (...als der/die "da vorne")

1. Leitvorstellungen zum Seminar

2. "Wer etwas von sich gibt, gibt immer etwas von sich": Wege zur "persönlichen" Rhetorik im Spannungsfeld zwischen Selbstkundgabe und Selbstdarstellung. (Kurzvortrag)

3. "Hier stehe ich und kann nicht anders: Mein Weg zur Rhetorik". (Kurzvorträge der Teilnehmer mit Feedback)

4. "Persönliche Ausstrahlung": Das Innere Team in der Zwickmühle von Ausdrucks- und Wirkungsaspekten. (Kurzvortrag)

5. "Was geschieht zwischen den Zeilen?" - Selbstpräsentation vor der Gruppe: Wie stelle ich mich dar? Welche - (un)gewollten - Appelle, Selbstkundgaben und Beziehungsangebote fließen in meine Präsentation ein? (Übung mit Feedback/Video-Feedback auf Wunsch).

2. Tag: Motto: Ich mit dem Thema (...das nicht zu "trocken" bleiben soll)

1. Metakommunikatorische Morgenrunde

2. "Ein Bilder ersetzt viele Worte": Verlebendigung und Verdeutlichung der Themendarstellung durch Visualisierung a.) Techniken und Möglichkeiten der Stegreif-Visualisierung (Vortrag mit Demonstrationen), b.) Kreativitätstraining: Bildergalerie (Übung), c.) Visualisierung als Methode der "Fallarbeit": "Ach-Du-Schreck!"-Situationen ins Bild setzen (Übung in Paaren)

3. "Vorträge erleben - nicht erleiden": Demonstrieren und Veranschaulichen während des Vortrags a.) Methoden, Techniken und Möglichkeiten des Demonstrierens und Veranschaulichens (Vortrag mit Demonstrationen), b.) Kreativitätstraining: Schau-Bühne (Übungen).

3. Tag: Motto: Ich mit der Gruppe (...zu der ich in Beziehung trete)

1. Metakommunikatorische Morgenrunde

2. Die Kunst der Beziehungsgestaltung (während des Vortrages). Voraussetzungen, Möglichkeiten und Methoden der Gestaltung in einer lebendigen und tragenden Beziehung während des Vortrages (Beziehungsaufnahme, Umgang mit "Störungen", Konfliktregelung etc. (Vortrag mit Übungen)

3. "Vortrags-Labor" - Integration der bisherigen Inhalte im Rahmen eines Vortrages zu einem frei gewählten Thema (Übung in Halbgruppen mit Feedback/Video-Feedback auf Wunsch)

4. Tag: Motto: "Wirkreste": Zusammenschau und Integration

1. Metakommunikatorische Morgenrunde

2. Vortrags-, Diskussions- und Übungsthemen je nach Interesse, z.B. a.) Umgang mit befürchteten "Ach-Du-Schreck!"-Situationen, b.) Analyse und Besprechung von Problemstellungen aus dem Berufsalltag, c.) Aufarbeitung von Fragen zu Selbstpräsentation, Verlebendigung von Inhalten, Beziehungsgestaltung und Wirkung

3. Schlussresümee.

Begleitlektüre zum Kurs:

Maud Winkler und Anka Commichau-Goericke: Reden. Handbuch kommunikationspsychologischer Rhetorik. In 2005 erschienen als Rowohlt-Taschenbuch 61944, Reihe Miteinander reden - Praxis, hrsg. von Friedemann Schulz von Thun.

Zeitplan:

Beginn 9.00 Uhr. (1. Tag 11.00 Uhr) - Ende gegen 19.15 Uhr (1. Tag 19.30 Uhr). Von 13.00 Uhr - 15.00 Uhr Mittagspause.

Das Seminar endet am 4. Tag gegen 12.45 Uhr. Es wird empfohlen, keine Abendterminverpflichtungen einzugehen.





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