Tauschähnliche Umsätze in der Entsorgungswirtschaft — Theorie und Praxis

Bildungszentrum für die Entsorgungs- und Wasserwirtschaft gGmbH
In Duisburg

295 
zzgl. MwSt.
Möchten Sie den Bildungsanbieter lieber direkt anrufen?
0201-... Mehr ansehen
Vergleichen Sie diesen Kurs mit ähnlichen Kursen
Mehr ansehen

Wichtige informationen

  • Kurs
  • Duisburg
  • Dauer:
    1 Tag
Beschreibung


Gerichtet an: MitarbeiterInnen aus der Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft

Wichtige informationen
Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Duisburg
Dr.-Detlev-Karsten-Rohwedder-Straße 70, 47228, Nordrhein-Westfalen, NRW, Deutschland
Plan ansehen

Themenkreis

Aktuelle Rechtslage und Anwendungsbeispiele

In der Vergangenheit spielte die Thematik des tauschähnlichen Umsatzes in der Entsorgungswirtschaft praktisch keine Rolle. Die meisten Abfallerzeuger und Abfallentsorger gingen davon aus, dass die zwischen ihnen bestehenden Vertragsverhältnisse in abrechnungs- und steuerrechtlicher Hinsicht einfach und übersichtlich gestaltet werden können: Der Entsorger erbringt eine Entsorgungsleistung. Er schreibt dafür eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer. Der Erzeuger bezahlt diese Rechnung. Nach der neuen Rechtslage wird dies zukünftig nicht immer so sein. Eventuell muss auch der Erzeuger eine Rechnung stellen – oder der Entsorger eine Gutschrift erteilen?

Mit Schreiben vom 01.12.2008 zur "Anwendung der Grundsätze des tauschähnlichen Umsatzes bei der Abgabe werthaltiger Abfälle" hat das Bundesfinanzministerium in umsatzsteuerlicher Hinsicht die Anforderungen an die Entsorgungsunternehmen verschärft. Nach Meinung des Fiskus wird vom Abfallentsorger nämlich vielfach nicht nur eine Entsorgungsleistung erbracht. Vielmehr verkauft der Abfallerzeuger – so die Vorstellung der Finanzverwaltung – dem Entsorger bei der Entsorgung auch seine Abfälle oder zumindest die darin enthaltenen werthaltigen Anteile. Zusätzliche Brisanz erhält diese Thematik dadurch, dass ab dem 01.01.2011 bei Lieferung bestimmter Abfälle – welche genau ist leider auch umstritten – das sogenannte Reverse-Charge-Verfahren greift. Bei diesem Verfahren ist Steuerschuldner der Leistungsempfänger, d. h., der Lieferant des Abfalls darf in seiner Rechnung keine Umsatzsteuer ausweisen.

Umsatzsteuerrechtlich führen die vorgenannten Änderungen zu großen Unterschieden in der Behandlung der einzelnen Fälle. Missachten die Beteiligten diesen Unterschied, kann dies schmerzliche Folgen haben: Umsatzsteuernachzahlungen, Säumniszuschläge und Zinsen, straf- und ordnungswidrigkeitenrechtliche Ermittlungsverfahren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie solche nachteiligen Folgen vermeiden können.


Vergleichen Sie diesen Kurs mit ähnlichen Kursen
Mehr ansehen