Mediation mit Geschwisterkonstellationen

Seminar

In Heidelberg

330 € MwSt.-frei

Beschreibung

  • Kursart

    Praktisches Seminar berufsbegleitend

  • Niveau

    Fortgeschritten

  • Sprachen

    Deutsch

  • Ort

    Heidelberg

  • Unterrichtsstunden

    7h

  • Dauer

    1 Tag

Mediation ist ein "Mundwerk". Das Werkzeug der Mediatorin/des Mediators ist die Sprache, daher gehört ihre sorgfältige Verwendung und Pflege zum Berufsalltag. Beim pfleglichen Umgang mit der Sprache geht es um weit mehr als die - eigentlich selbstverständliche - Verständlichkeit.
Wenn Sigmund Freud schreibt, Worte seien ursprünglich Zauber gewesen, dann spricht daraus eine Ehrfurcht vor der realitätsschaffenden und wirklichkeitsverändernden Kraft der Sprache.

Einen besonderen Stellenwert nehmen Fragen ein - sie sind das wichtigste Mittel, mit dem Mediator/innen einen Einigungsprozess begleiten und steuern. Daher stehen in diesem Seminar zunächst die "Frage der Mediatorin/des Mediators" im Mittelpunkt. Verschiedene Frageformen werden vorgestellt, in ihrer Wirkung auf die Medianten ausgeleuchtet und in Rollenspielen geübt. Hypothetische bzw. hypothesentestende Fragen lassen die Prioritäten der Medianten sichtbar werden. Daneben wird die Wirkung von lösungsorientierten Fragen und Fragen zur Musterunterbrechung untersucht.

Weitere Etappen des Wochenendes sind:
Mediation und der "Tanz der Körper" - die Role des körpersprachlichen Dialogs von Medianten und Mediatoren:
Der Einfluss unterschiedlicher "sinnlicher" Verarbeitungsstile auf den Dialog.
Der Umgang mit Metaphern als wirklichkeitsschaffende Sprechakte.

Das Seminar versteht sich als Plädoyer für die Tatsache, dass Sprache in der Mediation - neben der technisch-strategischen Ebene des Mediationskonzepts - die Wirklichkeit der Klient/innen verändert und erweitert. Es ist die Sprache der Mediatorin/des Mediators, die den Klient/innen die Türen zur Lösung eines Konflikts zeigt.

Standorte und Zeitplan

Lage

Beginn

Heidelberg (Baden-Württemberg)
Karte ansehen
Bergheimer Straße 58 A, Gebäude 4311, 2. Og, 69115

Beginn

auf Anfrage

Hinweise zu diesem Kurs

Leitfragen des Seminars werden sein:

- Wie können wir Geschwister darin unterstützen, sich im Zusammenhang mit der Pflege oder dem Tod der Eltern von der elterlich-familiären Zuschreibung zu emanzipieren und Veränderungen eigenständig zu initiieren?
- Wie können wir Mediatorinnen und Mediatoren uns in diesem Prozess vor Verwicklungen schützen?

Das Seminar wendet sich an Personen, die bereits eine Grundausbildung in Mediation absolviert haben

Grundkenntnisse der Mediaton.

Fragen & Antworten

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Meinungen

Themen

  • Mediation
  • Kommunikation
  • Konfliktlösung
  • Sprachkompetenz
  • Fragekompetenz
  • Frageformen
  • Körpersprache
  • Gesprächsführung
  • Kommunikationstechniken
  • Dialog

Dozenten

Dagmar Lägler

Dagmar Lägler

Mediation, Familienrecht

Dagmar Lägler, Fachanwältin für Familienrecht, Mediatorin (BAFM und BM) und Supervisorin (IMS) in eigener Praxis, bildet in der Katholischen Fachhochschule Mainz, beim Paritätischen Bildungswerk Köln und in der Fachhochschule Erfurt Mediatoren aus. In der Referendarausbildung der Juristen ist sie Referentin für Mediation. Sie ist Mitglied der polnisch-deutschen Mediationsgesellschaft. Ihr Seminarthema beim Weiterbildungsprogramm Mediation ist der Mediationsabschlussvertrag.

Thomas Rüttgers

Thomas Rüttgers

Mediation, Recht, Konfliktmanagement

ist Diplomjurist, Psychologe, ausgebildeter Körperpsychotherapeut und Traumatherapeut (Hakomi). Seine Mediationsausbildung erhielt er am Community Mediation Service-Center (CMS) in Boulder, USA und am Heidelberger Institut für Mediation (HIM). Tätigkeitsschwerpunkte sind die Erwachsenenpsychotherapie, Paartherapie und Mediation. Seit 2001 ist er als Mediator und Konfliktmanager tätig. Seit 2004 arbeitet er als Psychologe in freier Praxis, in Beratungsstellen für Ehe-, Familien- und Lebenskonflikte sowie als Dozent bei verschiedenen Weiterbildungseinrichtungen. Er ist Mitglied der BAFM.

Inhalte

Mediation mit Geschwisterkonstellation, vor allem im Zusammenhang mit Pflege oder Tod der Eltern, sind eine besondere Herausforderung für Mediator*innen, da dieses Setting enormes Konfliktpotenzial birgt. Denn die Geschwisterbeziehung ist in der Regel die am längsten währende menschliche Beziehung, unaufkündbar und egalitär. Sie zeigt die größte Kontinuität und gleichzeitig verändert sie sich enorm über die Lebensspanne. Die stärksten Gefühle, zu denen Menschen imstande sind, binden Geschwister von klein auf aneinander, häufig bis an ihr Lebensende. Dazu gehören Eifersucht und Rivalität genauso wie Zusammenhalt und tiefe Zuneigung.

Es ist für die Beteiligten oft nicht verständlich, erklärt sich nicht aus dem konkreten Sachverhalt und kann Mediator*innen ohne Vorwarnung überrollen.

Anhand eines Praxisfalls werden die Besonderheiten einer Geschwister- und Erbmediation erarbeitet.

Zusätzliche Informationen

https://www.heiskills.uni-heidelberg.de/de/ueber-uns/wissenschaftliche-weiterbildung/heigrade-programme/mediation/fortbildung-fuer-mediatorinnen/mediation-mit-geschwisterkonstellationen

Mediation mit Geschwisterkonstellationen

330 € MwSt.-frei